Kriminelles aus Ostthüringen: Vergewaltigung, versuchter Totschlag und Fan-Überfall

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Gera.  Kriminalfälle aus Ostthüringen: Die Richter am Justizzentrum Gera mussten sich diese Woche mit Fällen aus Gera, Rudolstadt, Altenburg und dem Saale-Orla-Kreis befassen.

Trotz Corona-Pandemie finden Strafprozesse statt.

Trotz Corona-Pandemie finden Strafprozesse statt.

Foto: Tino Zippel

Trotz der Corona-Pandemie war es eine turbulente Woche am Justizzentrum in Gera. Das Spektrum reicht von versuchtem Totschlag über räuberische Erpressung bis zu einem Urteil wegen einer Vergewaltigung – wir fassen die spannendsten Verfahren zusammen.

Wegen einer schweren räuberischen Erpressung war ein Mann aus Altenburg angeklagt. Er soll einen anderen mit einem Brotmesser verletzt haben, um Geld zu erpressen. Vor Gericht hat sich dies nicht bestätigt. Besondere Schwierigkeiten hatte die elfte Strafkammer, weil das Opfer untergetaucht ist. Hier geht es zum kompletten Beitrag.

Brutaler Akt mit Machete

Mit einer Machete soll ein Mann in Rudolstadt einen anderen lebensgefährlich verletzt haben. „Der Verletzte hatte eine große klaffende Wunde an der Schulter und war schon weggetreten“, berichtet eine Polizeiobermeisterin vom Einsatz. Noch hat sich der Angeklagte in der Verhandlung nicht geäußert, will dies aber beim nächsten Prozesstermin nachholen. Welches Motiv hatte er? Hier geht es zum Fall.

Bereits seit drei Monaten läuft der Prozess gegen Hooligans, die dem FC Rot-Weiß Erfurt nahe stehen und unter anderem eine Fangruppe des FC Carl Zeiss Jena überfallen haben sollen. Der Prozess vor der ersten Strafkammer geht nun auf die Zielgerade. Insgesamt sind vier junge Männer angeklagt. Hier geht es zum Fall.

Am Donnerstag kam ein Mann aus dem Saale-Orla-Kreis auf freien Fuß. Auf den Tag genau zwei Jahre saß er in Untersuchungshaft, weil er im Verdacht stand, seinen Stiefsohn sexuell missbraucht zu haben. Nach erfolgreicher Revision beim Bundesgerichtshof musste das Verfahren neu verhandelt werden. Der Angeklagte hatte stets seine Unschuld beteuert – so kam der Freispruch zustande.

Zungenküsse als Einladung zum Sex verstanden

Am Freitag hat das Amtsgericht Gera einen 33-Jährigen wegen Vergewaltigung verurteilt. Der Kellner hatte in einem Lokal zunächst mit einer Geraerin geflirtet und sich durch Zungenküsse zu mehr angespornt gesehen. Die Frau hatte jedoch abgelehnt, mit ihm zu schlafen. Die Tat passierte auf der Toilette des Lokals. Große Emotionen im Gerichtssaal konnten den Richter und die Schöffen nicht umstimmen. Der ganze Fall.