Künstler Roland Lindner stellt in Geras Hofwiesenpark aus

Gera  Im EGG-Kunstpavillon im Hofwiesenpark Gera sind Objekte des Künstlers Roland Lindner aus dem Burgenlandkreis der verschiedensten Art zu sehen, darunter Plastiken, Installationen und Holzobjekte.

Künstler Roland Lindner aus dem Burgenlandkreis im EGG-Kunstpavillon des Hofwiesenparks Gera vor seinem Objekt: „Das verhängnisvolle Machtspiel Einzelner“.

Künstler Roland Lindner aus dem Burgenlandkreis im EGG-Kunstpavillon des Hofwiesenparks Gera vor seinem Objekt: „Das verhängnisvolle Machtspiel Einzelner“.

Foto: Christiane Kneisel

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„Diesen Pavillon im Hofwiesenpark fand ich schon immer faszinierend. Man hat aber das Gefühl, dass er ein wenig aus dem Dornröschenschlaf geholt werden muss“, erzählt Roland Lindner. Der Künstler aus dem Burgenlandkreis versucht dies gegenwärtig bis Dezember mit seiner Ausstellung „Kopf oder Herz“.

Dafür hat der 59-Jährige großformatige Holzskulpturen und Bronzearbeiten, Objekte aus Edelstahl, Sandstein und Glas im Pavillon arrangiert. Zudem ist er der erste Künstler seit zehn Jahren, der mutig alle drei Würfel mit seiner symbolträchtigen Kunst gestaltet. „Geht nicht, gibts nicht“, ist seine Devise. Ein überdimensionaler Bronzekopf beispielsweise zieht den Blick des Betrachters magisch auf sich. Ein Seil windet sich um die Stirnpartie, teils noch fest, teils bereits zerrissen. Titel der Arbeit: „Raus aus alten Mustern und Zwängen“.

Angesichts zerborstener, gesplitterter Dominosteine aus Panzerglas auf dem Betonboden hält mancher Passant vor der Pavillonscheibe irritiert inne: Haben hier Vandalen gewütet? Keineswegs. Es ist Roland Lindners Arbeit „Das verhängnisvolle Machtspiel Einzelner“. Der Einzelne erscheint bei Lindner als Miniaturfigur vor einem kaputten Dominostein, während sich zwei andere Figuren verzweifelt gegen einen unversehrten, stehenden Stein stemmen, der ebenfalls zu kippen droht. Siegessicher der Zerstörer, nicht ahnend, dass er selbst im Schatten eines noch größeren Quaders steht, der ihn unter sich begraben wird. Klug hat Roland Lindner den Ausstellungstitel gewählt – stringent liefert dieser die thematische Klammer für faszinierende Objekte. Diese sind aufwendig und bedacht auf kleinstem Raum arrangiert. Sie geben zugleich die große Bandbreite von Roland Lindners Schaffen wider. Eine Holzarbeit stammt zudem von seiner Frau Kerstin. Er versuche, Gefühlen, Empfindungen eine Form zu geben – die Schau in Gera erzählt auf beeindruckende Weise davon. Mehr Kunst von Roland Lindner ist derzeit in der Naumburger Stadtkirche zu sehen.

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