Meine Meinung: Wenig Markt, viel Märchen

Gera findet ein gängiges Format für die Vorweihnachtszeit. Auch wenn das nichts mit dem Weihnachtsmarkt zu tun hat, für den Gera bekannt ist.

Marcel Hilbert, Lokalredaktion Gera

Marcel Hilbert, Lokalredaktion Gera

Foto: Peter Michaelis

Es wird etwas fehlen in der Vorweihnachtszeit, keine Frage. Ich kenne niemanden, der sich darüber freut, dass kein Märchenmarkt in Gera stattfindet. Und doch fehlte mir zuletzt die Fantasie, mir Varianten eines Märchenmarktes vorzustellen, die unter den aktuellen Rahmenbedingungen funktioniert und nicht große Menschengruppen angelockt hätten.

Gerade weil der Märchenmarkt in Gera wegen seiner Atmosphäre einen guten Ruf weit über die Stadtgrenzen hinaus genießt, würden allein die Absagen von Weihnachtsmärkten rund um Gera schon dafür sorgen, dass selbst eine abgespeckte Form Menschen in Scharen lockt.

Das Dilemma, auf der einen Seite den Menschen der Stadt etwas anbieten zu wollen, es auf der anderen Seite aber – überspitzt gesagt – so unattraktiv zu machen, das nur „coronagerechte“ Besuchermengen kommen, löst die Stadt mit einer guten Variante. Auch wenn die freilich nichts mehr mit dem Weihnachtsmarkt zu tun hat, für den Gera bekannt ist. Vor allem freue ich mich, dass die Märchenfiguren wieder aufgestellt werden und große und kleine Stadtbummler erfreuen. Schließlich sind sie es, die der Stadt ihr unverwechselbares vorweihnachtliches Gesicht verleihen.