Niederpöllnitz verteidigt weiße Weste

Gera Schmölln Greiz Gößnitz Gera Bad Köstritz Rüdersdorf Gera  Fußball, Kreisoberliga: Eurotrink patzt in Bad Köstritz. FSV Meuselwitz nach Kantersieg in Roschütz wieder Zweiter

Pfortens Kai Weiß (l.) kann den Niederpöllnitzer Dominik Kurz nicht am Torschuss hindern. Mit 3:1 gewinnen die blau-weißen Gäste im Erdbeerstadion und festigen damit ihre Tabellenführung.

Pfortens Kai Weiß (l.) kann den Niederpöllnitzer Dominik Kurz nicht am Torschuss hindern. Mit 3:1 gewinnen die blau-weißen Gäste im Erdbeerstadion und festigen damit ihre Tabellenführung.

Foto: Jens Lohse

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SpG 1876 Gera-Pforten - Blau-Weiß Niederpöllnitz 1:3 (1:2)

Auch ihr achtes Spiel in Folge gewannen die Niederpöllnitzer und bauten damit den Vorsprung auf die Verfolger auf vier Zähler aus. Nach einem Foul von Hertel an Kurz verwandelte Menzel den fälligen Elfmeter sicher zum 0:1 (11.). Die Freude der Blau-Weißen währte aber nur kurz. Nach einem weiten Sandmann-Einwurf stieg Hertel im Gäste-Strafraum am höchsten und köpfte ein - 1:1 (18.). Fünf Minuten später führte Niederpöllnitz erneut. Während Lukas Müller noch gescheitert war, behielt Menzel nach der nächsten Eingabe die Übersicht und vollendete mit Hilfe des Innenpfostens (23.). Die Gäste blieben das spielbestimmende Team. Pforten lauerte auf Konter und war bei Standards gefährlich. Beim 1:3 durch Lukas Müller kurz nach Wiederbeginn monierten die Hausherren Abseits (49.). Die Brümmer-Elf erhielt mehr Zugriff in den Zweikämpfen und erarbeitete sich mehr Ballbesitz. Sandmann und Hebestreit war der Anschluss nicht vergönnt, so dass Niederpöllnitz den Vorsprung locker nach Hause brachte.

SV Schmölln 1913 - SV Rositz 4:1 (1:0)

Vor 175 Zuschauern entschieden die Schmöllner auch die Neuauflage des letztjährigen Kreispokalfinals für sich. Die Knopfstädter hatten abermals harten Rositzer Widerstand zu brechen. Neumaier brachte den Gastgeber zehn Minuten vor dem Pausentee mit 1:0 in Führung (35.). Der Rositzer Ausgleich durch Ditscher (55.) ließ die Begegnung wieder von vorn beginnen. Schmölln hatte sofort die richtige Antwort parat. Per Doppelschlag ließen Neumaier per verwandeltem Elfmeter (58.) und der Ex-Meuselwitzer May (60.) die Hausherren auf 3:1 enteilen. In der Nachspielzeit machte schließlich Rüger mit dem 4:1 (90.+3) alles klar.

Blau-Weiß 90 Greiz - SV 1924 Münchenbernsdorf 3:2 (2:2)

Fünf Toren und 14 Gelben Karten wohnten die 143 Zuschauer in Herrenreuth bei. Die Greizer erzielten durch Lott das frühe 1:0 (3.), mussten wenig später aber auch den Ausgleich durch Böhme hinnehmen (7.). Die Münchenbernsdorfer erarbeiteten sich in der umkämpften Partie leichte Chancenvorteile. Doch wieder war es Lott, der einen Konter mit dem 2:1 abschloss (41.). Mit dem Pausenpfiff schlugen die Gäste zurück. In der Nachspielzeit durfte Lemke im Nachsetzen das 2:2 bejubeln. Nach Wiederbeginn hatte der durchgebrochene Böhme die Münchenbernsdorfer Führung vor Augen, konnte Keeper Petzold jedoch nicht überwinden. Besser machte es Himmer auf der anderen Seite, der am zweiten Pfosten in eine Lott-Eingabe grätschte und mit seinem zwölften Saisontor zum 3:2 erfolgreich war (80.). Die Schlussoffensive der Gäste verpuffte. „Der größere Siegeswillen hat für uns den Ausschlag gegeben“, meinte der Siegtorschütze.

FSV Gößnitz - SV Osterland Lumpzig 4:0 (1:0)

Beide Teams waren nicht entsprechend ihrer Möglichkeiten in die Saison gestartet und hatten etwas gutzumachen, was aber nur den Gößnitzern gelang. Nach einer ersten halben Stunde ohne große Höhepunkte, weil man hüben wie drüben darauf bedacht war, keine Fehler zu machen, ging der FSV nach einem Eckball durch Bahr mit 1:0 in Führung (32.). Sofort nach Wiederbeginn legten die Hausherren nach. Ein langer Ball, eine Kopfballverlängerung und Stenzel erhöhte auf 2:0 (48.). Damit war die Lumpziger Moral bereits gebrochen. Matzander (69.) und Korb (84.) bauten den Vorsprung auf 4:0 aus. Gäste-Kicker Nitzsche sah zu allem Überfluss auch noch Gelb-Rot (81.). „Mit solchen Leistungen gehen wir schweren Zeiten entgegen“, kommentierte Lumpzigs Trainer Falk Hofmann.

SV 1887 Roschütz - FSV Meuselwitz 0:5 (0:1)

Ihre dritte Niederlage in Folge mussten die Roschützer hinnehmen, die daheim beim 0:5 gegen Aufsteiger FSV Meuselwitz regelrecht untergingen. Personell pfiff der Gastgeber einmal mehr aus dem letzten Loch, was dazu führte, dass zur Halbzeit sogar Trainer Seidlitz selbst die Schuhe schnüren musste. Nach einer recht offenen ersten Hälfte und dem 0:1 durch Strobl (39.) hatten die Geraer nicht mehr viel zu bieten. Nach einem Foul von Kruschke im Strafraum - Strobl verwandelte den Elfmeter sicher - und dem 0:2 (60.) brachen die Hausherren total ein. Binnen 15 Minuten kassierte man durch Strobl (65., 69.) und Gentzsch (79.) weitere drei Gegentreffer. „Ich erkenne meine Mannschaft nicht wieder. Die Einstellung ist katastrophal. Es wird Zeit, dass die Spieler endlich aufwachen“, haderte Gastgeber-Coach Patrick Seidlitz.

SV Elstertal Bad Köstritz - SG Eurotrink 2:1 (1:0)

Zu Hause läuft es bei den Köstritzern, die nach Gera-Pforten nun auch die SG Eurotrink auf dem Drehling bezwangen. Der Aufsteiger konnte diesmal sein Leistungsvermögen nicht ausschöpfen. Nur Torhüter Drechsel und Routinier Scherzer erreichten Normalform. Schroth hätte die Bierstädter schon vor der Halbzeit angesichts zweier Großchancen in Führung bringen müssen. Nach Rot für Gäste-Kicker Harnisch, der zunächst selbst gefoult einen Köstritzer mit beiden Händen umstieß (37.), mussten die Geraer eine knappe Stunde lang zu zehnt auskommen. Bonde brachte die Böttcher-Elf noch vor der Pause in Führung (41.). Per strittigem Foulelfmeter egalisierte Eurotrink durch Scherzer - 1:1 (49.). Die Chancenvorteile lagen auf Seiten der Köstritzer. Nach einem Ballverlust der Gäste im Vorwärtsgang fasste sich Strauß ein Herz, behauptete sich gleich gegen mehrere Gegenspieler und vollendete zum 2:1 (76.). Wünsch hätte noch erhöhen können, schoss aber über das leere Tor (90.).

TSV 1880 Rüdersdorf - SG FC Altenburg 2:3 (0:1)

Nach zuletzt vier Spielen ohne Niederlage wollten die Rüdersdorfer auch gegen Altenburg nachlegen. Doch zunächst entwickelten die Skatstädter den größeren Siegeswillen, während der Gastgeber die erste Stunde total verschlief. Nach einem Rückpass von der Grundlinie steuerte Zwesper das 0:1 bei (26.). Nach Wiederbeginn bestrafte die Köster-Elf weitere Fehler in der TSV-Defensive eiskalt. Härtel (50.) und abermals Zwesper (52.) ließen die Gäste per Doppelschlag auf 3:0 enteilen. Erst nach dem 1:3 durch Schlauch (63.) ging ein Ruck durch die Rüdersdorfer Mannschaft, die bis dahin aufgrund der mittäglichen Anstoßzeit mit einer gewissen Müdigkeit zu kämpfen schien. Nach Roßmanns 2:3 per Schlenzer von der Strafraumkante (81.) warfen die Hausherren alles nach vorn. In der Nachspielzeit wäre fast noch der Ausgleich gelungen, doch klatschte Pröters Kopfball nach einem Freistoß nur an die Querlatte (90.+3).

BSG Wismut Gera II - Kraftsdorfer SV 03 4:1 (1:0)

Mit dem dritten Saisonsieg schob sich die Wismut-Reserve auf Rang zehn nach vorn. Die mit Schubert, Hartmann, Stein und Schäfer aus dem Thüringenliga-Kader verstärkten Orange-Schwarzen diktierten am vom DFB ausgelobten „Tag der Amateure“ von Anbeginn das Geschehen. Hartmann brachte die Beck-Elf nach einem zu kurz geratenen Rückpass Schönfelds in Führung (19.). Nach dem Kraftsdorfer Ausgleich durch Bergner (54.) erhöhten die Geraer nochmals das Tempo. Ein schönes Zusammenspiel mit Schubert schloss Hartmann per Heber mit dem 2:1 ab (55.). Eine flache Eingabe des schnellen Köhler konnte KSV-Keeper Felix Bastisch nicht unterbinden. Hänel schob am zweiten Pfosten zum 3:1 ein (65.). Hartmann per Kopf, der durchgebrochene Stein, noch zweimal Hartmann und Ude hätten weiter erhöhen können, was kurz vor Abpfiff Schubert vorbehalten war, der in der Nachspielzeit den 4:1-Schlusspunkt setzte (90.+1).

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