Wort zum Sonntag

Reden hilft!

Karsten Kappler, Priester der Neuapostolischen Kirche, Gemeinde Gera.

Karsten Kappler, Priester der Neuapostolischen Kirche, Gemeinde Gera

Karsten Kappler, Priester der Neuapostolischen Kirche, Gemeinde Gera

Foto: Karsten Kappler

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Sommerzeit - Urlaubszeit - Zeit für Wandern, Radfahren, Baden, also Zeit zum Genießen der Natur. Doch immer wieder ist der Genuss nicht ungetrübt. Allergien, eine überschießende krankhafte Abwehrreaktion des Immunsystems auf normalerweise harmlose Umweltstoffe verderben scheinbar immer häufiger diese Freude. Der menschliche Körper hat in diesem Fall verlernt, mit diesen Umwelteinflüssen angemessen umzugehen.

Oftmals kommt es, gerade in der schönsten Zeit des Jahres, der Urlaubszeit, zu Zerwürfnissen in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Überforderungen, Enttäuschungen und Streit verderben gar zu schnell die erhoffte Erholung und Freude. Wir haben verlernt, mit den Bedürfnissen und Erwartungen von uns selbst und unserer Familie, des Nächsten angemessen umzugehen. So wie der menschliche Körper, durch eine Desensibilisierung, wieder erlernen kann, angemessen mit den Umwelteinflüssen umzugehen, können wir durch Kommunikation mit den Erwartungen an uns selbst und dem Nächsten den angemessenen Umgang erlernen. Die Medizin heißt: „Reden hilft“. Und diese sollte schon vorbeugend angewendet werden.

Eine wichtige Form der Kommunikation ist das Gebet. Regelmäßig genutzt, kann es für uns „Erste Hilfe“, „Letzte Rettung“ aber auch tragende Kraft sein. In dem zentralen Gebet, dem „Unser Vater“, welches Jesus selbst lehrte, werden unser tägliches Miteinander mit den Menschen und mit Gott aufgegriffen. Das Gebet hilft in wichtigen Lebensfragen, da es einen Blick von einem erhöhten Standpunkt aus ermöglicht. So werden Erwartungen an uns selbst und an den anderen wieder in das richtige Verhältnis gerückt und wir lernen mit den Menschen so umzugehen, wie wir erwarten, dass diese mit uns umgehen.

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