Sylvia Eigenrauch über fehlende Örtchen

Für die Helfer am Sonnabend wäre es der schönste Lohn, wenn der Park der Jugend wieder mehr genutzt wird. Von Kindern, die den Spielplatz für sich entdecken, von Familien, die sich vielleicht zum Picknick auf den Wiesen treffen oder von Senioren, die auf einer frisch geputzten Bank den Schatten im zentrumsnahen Park genießen.

Sylvia Eigenrauch

Sylvia Eigenrauch

Foto: Peter Michaelis

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Dass er in den Augen vieler Geraer verwahrlost, ist hausgemacht. Mit der Alkoholverbotszone in der Heinrichstraße fand ein Verdrängungsprozess statt. Neue Treffs für Trinker sind seitdem die Vogelinsel in Richtung Marktplatz oder eben auch der Park der Jugend. Am mit Funkien bepflanzten Rondell wird oft und viel getrunken. Nicht weit weg davon ist die Pipi- Ecke. Die Entdeckungen der Freiwilligen bei ihren Streifzügen hinter die Sträucher waren ernüchternd. Zurecht kam die Frage auf, warum es hier keine öffentliche Toilette gibt. Das dafür vorgesehene Gebäude an der Talstraße ist seit Jahren verrammelt. Manchem bleibt in seiner Not nur das Gebüsch. Damit wird ein altes Thema wieder ans Tageslicht gespült.

Gera fehlen öffentliche Toiletten in der Innenstadt. Mit dem geschlossenen Elster Forum ging ein viel genutzter Anlaufpunkt verloren, der zumindest während der Geschäftszeiten Sicherheit gab. Abgebaut sind inzwischen auch die stillen Örtchen des Stadtmöblierungsunternehmens in der Schloßstraße und Hinter der Mauer. Die Stadt muss sich etwas einfallen lassen. Sonst greift der Parkpflegetrupp weiter ins Klo.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren