Über 7000 Frauen und über 9000 Männer in den Geraer Sportvereinen

Gera  Sportfördergesetz, Sportentwicklungsplan, Nachwuchs und Ehrenamt: Zur Versammlung des Stadtsportbundes geht es um Themen, die den Vereinssport umtreiben

Ehrenurkunden erhielten der  Geraer Volleyballclub, Leichtathletik-Verein Gera, der Geraer SV Hermes, der Frauen Fußballclub Gera und die BSG BfA Gera von Uwe Müller (hinten, Mitte) und Julian Vonarb (rechts).

Foto: Reinhard Schulze

„Attraktiv in der Breite – stark in der Spitze“, so sieht sich die Geraer Sportfamilie mit ihren 16.428 Mitgliedern, organisiert in 112 Vereinen, als Sportanbieter Nummer 1 in der Stadt. Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos) bedankte sich anlässlich der Mitgliederversammlung des Stadtsportbundes Gera für die geleistete Arbeit und würdigte den Sport als Botschafter für die Stadt.

Das neue Sportförderungsgesetz begrüßt das Präsidium. Die Sportvereine seien nun gefordert, wie sie mit den neuen Festlegungen umgehen, so Stadtsportbund-Vize Uwe Müller.

Trotz Zuspruch für das Thüringer Sportfördergesetz gebe es einige Schlupflöcher, so der Vizepräsident, die in Gesprächen mit Kommunalpolitikern und Verwaltung noch zu schließen sind. Es sind verbindliche Zusagen notwendig, fordert der Stadtsportbund für den Vereinssport, für Planungssicherheit, Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit der Vereinsarbeit und seinem Trainings- und Wettkampfbetrieb. Positiv wertete das Präsidium das fraktionsübergreifende Agieren im Stadtrat zur Umsetzung des Sportfördergesetzes. Damit sei Gera ein Vorreiter in Thüringen, so Hans-Jürgen Günther, Präsidiumsmitglied des Landessportbundes.

Weiteres zentrales Thema ist die Erarbeitung des Sportentwicklungsplans bis 2030. Seit 2018 sei der Stadtsportbund mit im Boot. Es sei folgerichtig, dass ein neuer, ein wissenschaftlich begleiteter, sportfachlich fundierter und regionalbezogener Plan zu erarbeiten sei, betonte Uwe Müller, der von einem regen Interesse der Vereine ausgeht. Leider sei der Sportverein-Fragebogen nicht sehr positiv und nicht genügend regional. Es seien zu wenige detaillierte Fragen zu Besonderheiten der Stadt, der regionalen Sportstätteninfrastruktur und des Geraer Vereinssports integriert.

Mit Blick in die Zukunft fordert das Präsidium die Sportvereine auf, sich untereinander zu vernetzen. Gelebte Tugenden, darunter das solidarische Handeln, müssten wiederbelebt, aktiviert und gestärkt werden. Das sportliche Ehrenamt habe eine hervorragende Arbeit zur Stabilisierung der Vereinssport- und Mitgliederstruktur geleistet, auch wenn es punktuell Unterschiede gab. So zählt der Stadtsportbund 7201 weibliche und 9227 männliche Mitglieder, was einem Anteil von 17,4 Prozent an der Gesamtbevölkerung Geras entspricht. Hervorzuheben sei „der Organisationsgrad von 49,4 Prozent im Altersbereich 7 bis 14 Jahre“. Kritisch wird dagegen der Rückgang im Altersbereich 4 bis 6 Jahre gesehen. Dem gegenüber steht die positive Entwicklung im Bereich Behinderten- und Rehasport, mit 3400 Mitgliedern, organisiert in neun Vereinen.

Zu den Kommentaren
Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.