Verwaltungsarbeit trotz Corona-Krise

Kraftsdorf.  In Kraftsdorf und seinen Ortsteilen ruht das öffentliche Leben. In der Verwaltung arbeitet man jedoch am Notwendigen.

Kraftsdorfer Verwaltung arbeitet notwendige Dinge ab.

Kraftsdorfer Verwaltung arbeitet notwendige Dinge ab.

Foto: imago stock&people

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Auch im Landkreis Greiz gilt der Ausnahmezustand. In den Gemeindeverwaltungen arbeitet man unter besonderen Vorkehrungen, muss Mitarbeiter schützen und zugleich Notwendiges am Laufen halten. Alle aktuellen Infos im Corona-Liveblog

In der Gemeindeverwaltung der Einheitsgemeinde Kraftsdorf mit ihren zehn Ortsteilen sind noch alle Mitarbeiter gesund. „Wir haben uns schon beizeiten gut geschützt und im Haus Desinfektionsspender aufgestellt. Einige von uns arbeiten seit einigen Tagen im Homeoffice, um das Team zu entflechten und Ansteckungsgefahr zu minimieren", berichtet Bürgermeister Bernd Becker (CDU) auf Nachfrage.

Seit 16. März sind die Türen des Verwaltungsgebäudes zu, ein Einlass erfolgt nur unter strengen Abstandsregelungen und Vorsichtsmaßnahmen. „Über unsere Wechselsprechanlage können wir mit den Bürgern trotzdem kommunizieren und bestimmte Fragen klären", so Becker. Allerdings würden nur noch vereinzelt Anfragen um Einlass stattfinden, die meisten Bürger blieben ohnehin zu Hause.

Trotzdem müsse Notwendiges wie beispielsweise im Pass- und Meldewesen oder die Beurkundung von Todesfällen weiter bearbeitet werden. Auch Trauungen - unter strengsten Auflagen nur mit Brautpaar und Zeugen - seien noch möglich. In Anspruch genommen habe das bis jetzt aber noch niemand. Auch Bestattungen fänden noch statt, allerdings ohne größere Trauergemeinden und nur auf den Friedhöfen im Freien. „Auch was das anbelangt, haben die Menschen hier in unseren Ortsteilen größtes Verständnis für die ungewohnten Einschränkungen", bemerkt der Bürgermeister.

In den vier Kindergärten der Gemeinde ist überall eine Notbetreuung von Kindern mit Eltern in systemrelevanten Berufen organisiert. Vergangene Woche war das Kitapersonal komplett im Einsatz, jetzt soll es noch nach Bedarf eingesetzt werden. "Zum jetzigen Stand werden wir aber nicht aus vier eins machen und die Gruppen in einer Kita bündeln. Das ist nicht geplant, es sei denn, in einem Kindergarten muss nur noch ein Kind notbetreut werden, dann überlegen wir neu", betont Bernd Becker.

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