34 Reiter bei der Schleppjagd in Frauenprießnitz

Frauenprießnitz  Schleppjagd in Frauenprießnitz: 34 Reiter jagten vor einer Beagle-Meute her. Das Interesse an der Veranstaltung wächst von Jahr zu Jahr.

140 Teilnehmer insgesamt waren am Start bei der sechsten Schleppjagd in Frauenprießnitz mit Start und Ziel am Rentamt.

140 Teilnehmer insgesamt waren am Start bei der sechsten Schleppjagd in Frauenprießnitz mit Start und Ziel am Rentamt.

Foto: Jens Henning

„Der Heinrich hat das toll gemacht.“ Christine Dörfer, Leiterin der sechsten Schleppjagd am Sonnabend über 23 Kilometer mit Start und Ziel auf dem Rentamt-Areal in Frauenprießnitz, war stolz auf den sechs Jahre alten Wallach. Für Heinrich war es die erste Schleppjagd als Spurenleger. „Pferde sind ja ausgewiesene Herdentiere. Vor einer Meute her zu laufen, das ist gar nicht so einfach. Doch der Heinrich hat einen guten Job gemacht. Vor der Jagd war ich da schon etwas skeptisch. Wie man gesehen hat, war aber meine Sorge unbegründet“, erzählte Christine Dörfer vom gastgebenden Pferdesportverein (PSV) Saaleblick.

Neben Heinrich war auch das Deutsche Reitpony Piccolo (19) als Spurenleger im Einsatz. Mit der Meute meinte Dörfer die 20 Geiseltal Beagle, die den Spuren nachjagten.

Die insgesamt 140 Teilnehmer, die auf Pferden ritten und in Kutschen, auf Kremsern und auf Traktorengespannen saßen, kehrten schneller zum Zielort zurück als geplant.

Normalerweise hatten die Veranstalter gegen zwölf Uhr unterhalb des Hirschgrundes, zwischen Dorndorf und Wetzdorf gelegen, eine Mittagsrast geplant. Doch Dörfer entschied kurzfristig um, da war die Jagd schon gestartet. „Das Wetter mit dem Wind, dem Regen und den kühlen Temperaturen war einfach unangenehm. Deshalb haben wir die Mittagspause von 12 auf 14 Uhr verlegt und wieder auf das Gelände des Rentamtes. Das war im Interesse aller. Es wäre für keinen Beteiligten angenehm gewesen, wenn wir da 30 Minuten in der Kälte herum gestanden und die Soljanka und die Wiener Würste gegessen hätten.“

Die kühle und sehr herbstliche Witterung hinterließ auch bei zwei Pferden und ihren Reitern Spuren. Die beiden Vierbeiner rutschten auf dem matschigen Untergrund weg. „Es war aber nichts Dramatisches. Die Pferde waren im Schritt unterwegs, nicht im Galopp. Den Pferden und den Reitern geht es gut. Sie konnten die Jagd sofort fortsetzen. Damit muss man einfach rechnen, dass ein Pferd mit Reiter auf glattem und seifigem Untergrund ausrutscht“, sagte Dörfer.

Die Schleppjagd in Frauenprießnitz wird von Jahr zu Jahr besser angenommen. „Mit den 40 Reitern, davon 34, die bei der Jagd dabei waren, brauchen wir uns nicht verstecken. Für unsere Region ist das eine bemerkenswerte Resonanz. Mit Westdeutschland können wir uns natürlich nicht vergleichen. Sie organisieren in dieser Jahreszeit nahezu jeden Tag eine Schleppjagd“, sagte Dörfer.

Der Etat für die Jagd belief sich auf knapp 4000 Euro. Gestemmt wurde diese Summe durch 15 Sponsoren. Dahinter stehen Firmen und Geschäfte aus Jena und dem Saale-Holzland-Kreis. Im kommenden Jahr steigt die nächste Schleppjagd. Der Termin ist der 24. Oktober. Am vergangenen Sonnabend wurde bei der Anmeldung schon für diese siebte Auflage der Jagd geworben.

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