Änderungen als Erfolgsrezept beim FC Carl Zeiss Jena – Volkmer fällt verletzt aus

Jena  Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena hat für Trainer Lukas Kwasniok beim ersten Punktgewinn der Saison seine Konkurrenzfähigkeit nachgewiesen – Entwarnung bei Rohr und Jahn.

Magdeburgs Timo Perthel (links) trifft in der 82. Minute Jenas Niklas Jahn voll am Kopf. Weder einen Elfmeter, noch einen Freistoß wegen hohen Beins gab es für diese Szene. Jahn musste wenige Minuten später benommen vom Platz getragen werden.

Magdeburgs Timo Perthel (links) trifft in der 82. Minute Jenas Niklas Jahn voll am Kopf. Weder einen Elfmeter, noch einen Freistoß wegen hohen Beins gab es für diese Szene. Jahn musste wenige Minuten später benommen vom Platz getragen werden.

Foto: Tino Zippel

Am Tag nach dem Gewinn des ersten Punktes in dieser Drittliga-Saison standen für einige Fußballer des FC Carl Zeiss Jena Arztbesuche auf dem Programm. Entwarnung konnte der Verein nach dem 1:1 gegen den 1. FC Magdeburg am Montagabend bei Maximilian Rohr (lädierter Knöchel) und Niklas Jahn (Tritt an den Kopf) geben. Beide können das Training bald wieder aufnehmen und sind spätestens im Ligaspiel bei 1860 München (14. September) wieder einsatzfähig.

Der befürchtete monatelange Ausfall von Dominic Volkmer hat sich zum Glück nicht bestätigt. Beim 23-Jährigen ist das rechte Schultereckgelenk bei einem Zweikampf in Mitleidenschaft gezogen worden. Eine Operation ist laut FCC-Mannschaftsarzt Stefan Pietsch aber nicht notwendig: „Bei optimalem Verlauf könnte Dominic noch diesen Monat wieder für den FCC auf dem Platz stehen.“

Änderungen in der Startelf erfolgreich

Mal abgesehen von diesem herben Verlust verzogen sich im Paradies nach dem couragierten Auftritt gegen den Zweitliga-Absteiger aber die dunklen Wolken ein wenig und ein Hoffnungsschimmer erhellte die Situation des Tabellenletzten. Immerhin hat der FC Carl Zeiss im siebten Saisonspiel zum ersten Mal über 90 Minuten nachgewiesen, dass er in der Liga konkurrenzfähig ist, wie Lukas Kwasniok bemerkte. Und der FCC-Trainer hatte auch gleich die Erklärung für diesen kleinen Aufschwung parat: „Schlussendlich ist dieses Produkt, was wir in den ersten sechs Spielen abgeliefert haben, ein Flop gewesen. Unsere Aufgabe war es, ein neues Produkt anzubieten.“ Und das gelang mit sechs Änderungen in der Startelf außerordentlich gut.

Dabei war es nicht allein das erst in der vergangenen Woche verpflichtete Innenverteidiger-Duo Volkmer und Manuel Maranda, das der Jenaer Defensive mehr Stabilität einbrachte.

Trainer Kwasniok lobt Jahn und Bock

Auch die Hereinnahmen des gerade einmal 18-jährigen Niklas Jahn, der zuvor in sechs Ligaspielen elf Minuten auf dem Platz stand, und des 24-jährigen Dominik Bock, der zuvor in dieser Saison überhaupt nicht zum Einsatz kam, machten sich bezahlt. „Ich bin happy, dass Niklas Jahn so gespielt hat, wie er gespielt hat. Und ich bin happy, dass der Bocki sich reingefuchst hat“, lobte Trainer Kwasniok. „Wir wollten kämpferisch zulegen, das haben wir super gemacht“, hob Bock genau die Grundtugend hervor, die den Jenaern in den ersten Saison-Begegnungen abhanden gekommen war. „Wir müssen in jedes Spiel genauso gehen wie in dieses. Dann wird es auch so weitergehen“, blickte Talent Jahn schon einmal auf die nächsten Partien voraus.

Dass bei beiden anfänglich die Nervosität eine Rolle spielte, war verständlich. An die Szene, wegen der Jahn nach dem Tor von Daniele Gabriele (44.) und dem Magdeburger Ausgleich durch Christian Beck (67.) die Schlussminuten benommen verpasste, konnte er sich im Nachhinein nur noch bruchstückhaft erinnern. Magdeburgs Timo Perthel traf Jahn bei einem Klärungsversuch im eigenen Strafraum nach einer Jenaer Flanke voll am Kopf (82.). „Ich habe den Fuß abbekommen, war kurz weg, wusste nicht mehr ganz genau, wo ich bin“, sagte Jahn, der wenige Minuten später zu Boden ging und auf einer Trage den Platz verlassen musste. „Vielleicht hatte ich den Kopf zu weit unten“, erklärte er, warum der insgesamt schwache Schiedsrichter Patrick Alt nicht auf Elfmeter entschied. Trainer Kwasniok hätte sich zumindest einen indirekten Freistoß gewünscht.

Geschäftsführer Förster: „Darauf kann man aufbauen“

„Wir freuen uns trotzdem über den einen Punkt, auch weil Magdeburg eine sehr gute Mannschaft hat“, sagte Bock. Chris Förster blies ins gleiche Horn. „Für uns war es wichtig, die null Punkte wegzubekommen, wenigstens einen Punkt zu haben. Darauf kann man aufbauen“, meinte der Geschäftsführer, der in den kommenden Tagen dank der Leistungssteigerung auf ein bisschen mehr Ruhe als zuletzt hoffen darf.

„Aber wenn man auf die Tabelle schaut, hat sich nicht so viel geändert. Wir haben noch extrem viel Arbeit vor uns“, lenkte derweil Trainer Kwasniok den Blick auf die neuen Aufgaben. In der zweiten Hauptrunde des Landespokals ist der FC Carl Zeiss bereits am Freitag bei der SG SC 1918 Großengottern (Unstrut-Hainich-Kreis) gefordert. Anstoß der Begegnung beim Tabellen-Zwölften der Landesklasse Staffel 2 ist um 18.30 Uhr.

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