Auftakt nach Maß für Science City Jena

Rostock  Beim 83:74 in Rostock feiert Science City Jena eine gelungene Rückkehr in die 2. Basketball-Bundesliga Pro A

Trainer Frank Menz konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden sein. Besonders in der zweiten Halbzeit überzeugte Science City bei den Rostock Seawolves.

Trainer Frank Menz konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden sein. Besonders in der zweiten Halbzeit überzeugte Science City bei den Rostock Seawolves.

Foto: Christoph Worsch

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Kapitän Dennis Nawrocki fasste es kurz und prägnant zusammen. „Das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben“, sagte er unmittelbar nach dem 83:74-Erfolg von Science City Jena am Sonntagnachmittag bei den Rostock Seawolves. Das Ergebnis im ersten Pflichtspiel nach dem Abstieg der Thüringer aus der BBL fiel deutlich höher aus, als es der Beginn der Begegnung erahnen ließ. Trainer Frank Menz hatte es befürchtet, seine Basketballer immer wieder vor den Norddeutschen, die er zu den Aufstiegskandidaten zählt, gewarnt.

Doch bei Jena machte sich in der ersten Halbzeit beim Comeback – nach drei Jahren Oberhaus – auf der Zweitliga-Bühne Nervosität breit. „Wir haben gar nicht unseren Rhythmus gefunden – weder defensiv noch offensiv. In der Vorbereitung haben wir das schon besser gemacht“, bemängelte der ehemalige Bundestrainer die Rückstände von 12:19 nach dem ersten und 36:45 nach dem zweiten Viertel.

Nawrocki konnte der Tatsache, dass seine Mannschaft zur Pause deutlich hinten lag, sogar etwas Positives abgewinnen. „Unsere Wurfquote war unterirdisch. Da mit nur neun Punkten zurückzuliegen, war einigermaßen okay.“ Und er wusste, Science City würde in der zweiten Halbzeit aufdrehen.

Und so kam es auch. Beim 48:47 gingen die Saalestädter erstmals in dieser Begegnung in Führung – etwas Mitte des dritten Viertels. Die Rostocker „Seewölfe“ wehrten sich tapfer, bissen sich immer wieder in die Partie, mussten nach und nach die Gäste aber ziehen lassen. Die Weichen auf Sieg stellten die Jenaer Ur-Gesteine Ermen Reyes-Napoles und Julius Wolf, dank deren Dreier Science City eine 63:61-Führung mit in die finalen zehn Minuten nahmen.

„Wir haben angefangen, unser Spiel zu spielen, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken. Und deswegen war es im Endeffekt ein verdienter Sieg“, meinte Nawrocki. Nur kurzfristig eroberten sich die Rostocker noch einmal die Führung zurück, danach übernahm Jena endgültig das Zepter, zog auf 76:71 davon und sorgte dafür, dass sich die Seawolves an der intensiven Verteidigung minutenlang die Zähne ausbissen und keinen Korberfolg feiern konnte.

Als Brad Loesing dann mit einem Dreier auf 79:71 kurz vor dem Ende erhöhte, war der Auftaktsieg gesichert. Jenas Topscorer, der 22 Punkte erzielte, hob Trainer Menz genauso hervor wie Wolf (20) und Matt Vest (17). Seinen drei Korbjägern attestierte er eine herausragende Leistung. „Die hatten es am Ende gut im Griff.“

Auf Rostocker Seite sah Menz einen Ex-Jenaer am stärksten – Mauricio Marin. „Der hat heute das Spiel seines Lebens gemacht.“ Und Jena selbiges mit 21 Punkten schwer. Dennoch reichte es für die Thüringer.

Auch wenn erst ein Spiel absolviert wurde, haben die Saalestädter nun endgültig die Gewissheit, in der ProA mithalten zu können. Und vielleicht sogar mehr als das. Die starke Defensive wie vor 3112 Zuschauern in Rostock wird noch vielen Gegnern Probleme bereiten. Außerdem ist die Mannschaft in der Breite gut besetzt und deswegen schwer ausrechenbar.

Mit einem Erfolg gegen das Team Ehingen Urspring, das zu Hause gegen Heidelberg mit 72:79 unterlag, wollen die Jenaer am kommenden Sonnabend auch das eigene Publikum verzücken. Beginn des ersten Heimspiels ist 19 Uhr in der Sparkassen-Arena.

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