Bleiben, wo es schön ist: am Porstendorfer See

Porstendorf.  Berge, Wasser, Natur, nette Urlaubsbekanntschaften - das alles hat ein Urlaub am Porstendorfer See vor den Toren Jenas zu bieten.

Urlaub daheim, mit dem Kanu auf der Saale macht in diesem Jahr die lustige Männertruppe aus Ostwestfalen.  Am Campingplatz Rabeninsel in Porstendorf haben sie nach ihrem Start in Jena am Donnerstag übernachtet. In den letzten jahren haben sie sich schon die Unstrut und die Werra erpaddelt. 

Urlaub daheim, mit dem Kanu auf der Saale macht in diesem Jahr die lustige Männertruppe aus Ostwestfalen.  Am Campingplatz Rabeninsel in Porstendorf haben sie nach ihrem Start in Jena am Donnerstag übernachtet. In den letzten jahren haben sie sich schon die Unstrut und die Werra erpaddelt. 

Foto: Angelika Schimmel

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Die Frage: „Wohin fahren wir nur diesmal in den Urlaub?" haben sich 2020 wohl viele Familien gestellt. Als beliebte Ziele wie Ägypten oder die türkische Sonnenküste unerreichbar wurden und andere wie die Ferienorte Mallorcas oder der Adria manchem noch immer zu unsicher sind, wird überall nach Alternativen zwischen Nordseeküste und Alpen gesucht.

Herta und Herbert Schmidt aus Homburg an der Saar haben da nicht lange überlegen müssen. Für sie war lange klar: Im Sommer geht es an den Porstendorfer See. Der Campingplatz auf der Rabeninsel, an der Saale vor den Toren Jenas, ist für Schmidts immer eine Reise wert.

„Wir kommen seit 1989 hierher in die alte Heimat meines Mannes, jedes Jahr verbringen wir hier den Sommer, beziehen im Juni/Juli unseren Wohnwagen und bleiben bis Oktober", erzählt Herta Schmidt.

„Wir haben viele langjährige Dauercamper, aber die Schmidts sind glaube ich, die treuesten Gäste hier. Sie waren schon da, als meine Eltern den Campingplatz vor rund zehn Jahren übernommen haben", sagt Christina Wakker, die damals gerade einmal sechs Jahre alt war. Heute ist sie mit der Realschule fertig, bereitet sich auf das Abitur vor und kümmert sich in den Ferien mit um die Camper.

„Hier ist es wunderschön, hier haben wir viel Natur um uns herum und alles, was wir brauchen", sagt Herta Schmidt und schaut sich in ihrem Sommerzuhause um. Eine grüne Hecke umgibt Wohnwagen, Vorzelt und Sitzplatz, der Blick fällt auf Rosenstock und Sonnenblumen. Sogar ein kleines Hochbeet, in dem prächtiger Salat gedeiht, hat die Familie hier.

„Ich bin als Kind mit meinen Eltern in den Fünfzigerjahren in den Westen gegangen, habe dann zu DDR-Zeiten keine Einreise bekommen. Deshalb sind wir, als die Mauer gefallen war, gleich hierher gefahren. Und mal ehrlich, Spanien, Italien und so weiter, das haben wir alles gesehen, warum sollen wir dann weiter in der Welt herumfahren?" fragt Herbert Schmidt. „Hier gefällt es uns, wir haben die Saale, den See und können an heißen Tagen wie jetzt hier herrlich faulenzen", ergänzt seine Frau. „Und da ist auch noch die Familie Wakker, die uns immer so herzlich willkommen heißt und sich bestens um die Urlauber kümmert."

Eine viel kürzere Anreise als Familie Schmidt hatten Oliver Sternberg und Michaela Leistner mit ihren Kindern. „Wir kommen aus Blankenhain bei Bad Berka und haben den Zeltplatz am See vor zwei Jahren im Internet entdeckt", erzählt der junge Mann. Die Familie packte ihr Zelt und alles, was der Camper so braucht, ins Auto und fuhr nach Porstendorf. „Wir lieben Camping, und es hat uns hier so gut gefallen, dass wir dieses Jahr wieder gekommen sind und noch eine der kleinen Hütten für die Kinder gemietet haben." Letztes Jahr habe man die Dornburger Schlösser besucht, dieses Jahr wurde schon ein Ausflug in den Geraer Tierpark unternommen. Und der Eisenberger Tierpark stehe demnächst auf dem Plan. „Von hier aus kann man viel unternehmen, ohne dass man weit fahren muss", sagt Oliver Sternberg.

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