Das Composé geht in die zweite Runde: Zirkuskunst, Musik und Wort an der Jenaer Saale

Jena  Gehämmert, gesägt, geschnitten und gestaltet wird seit Anfang dieser Woche von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern auf dem Gelände zwischen Burgauer Weg und Saale, gegenüber dem Ernst-Abbe-Sportfeld. Die Gründe dafür sind Vorbereitungen auf das Festival „Composé“, das am kommenden Mittwoch beginnt und fünf Tage lang zeitgenössische Zirkuskunst und Musik bieten möchte.

Letzte Vorbereitungen für das Festival „Composé“ sind in diesen Tagen auf dem Gelände des Circus Momolo an der Saale im Gange. Dabei haben die Chefs des Festivals Stefanie Müller-Durand (links) und Friedemann Ziepert (2.v.l.) viele Helfer.

Letzte Vorbereitungen für das Festival „Composé“ sind in diesen Tagen auf dem Gelände des Circus Momolo an der Saale im Gange. Dabei haben die Chefs des Festivals Stefanie Müller-Durand (links) und Friedemann Ziepert (2.v.l.) viele Helfer.

Foto: Michael Groß

Gehämmert, gesägt, geschnitten und gestaltet wird seit Anfang dieser Woche von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern auf dem Gelände zwischen Burgauer Weg und Saale, gegenüber dem Ernst-Abbe-Sportfeld. Die Gründe dafür sind Vorbereitungen auf das Festival „Composé“, das am kommenden Mittwoch beginnt und fünf Tage lang zeitgenössische Zirkuskunst und Musik bieten möchte.

Zielgruppe? „Natürlich alle“, sagt Friedemann Ziepert, Leiter des Circus Momolo, der Veranstalter ist. Für ihn ist bei dem Festival für jeden etwas dabei, für Kinder und Jugendliche ebenso wie für ältere Menschen und für alle anderen sowieso.

Freilich räumen er und die Produktionsleiterin des Festivals, Stefanie Müller-Durand, ein, dass zeitgenössische Zirkuskunst noch ein relativ unbekanntes Feld sei. Aber beide haben die Erfahrung gemacht, dass bei den meisten Menschen die Entdeckung dieses Genres sehr positiv sei. Das erste Festival „Composé“ im vorigen Jahr habe dies bestätigt und Mut gemacht, ein weiteres Festival auf die Beine zu stellen.

Die zeitgenössische Zirkuskunst kommt natürlich ohne die traditionellen Bestandteile der Manege aus, also ganz ohne Tierdressuren und Clownerie. Artistik gibt es aber dennoch und vieles, was eigentlich eher verwandt ist mit Theater und Tanz. Und dazu kommt noch jede Menge Musik.

Aber auch das gesprochene Wort ist dieses Mal beim Festival zu hören. So konnten die Festivalmacher den renommierten Hirnforscher Gerald Hüther gewinnen, am Donnerstag, 29. August, einen Vortrag zu halten, und zwar zur Würde des Menschen. Passend zum zentralen Thema des Festivals: menschliche Würde. Der Vollblut-Wissenschaftler, der auch schon an der Universität in Jena zur Neurobiologie geforscht und unzählige Gehirne untersucht hat, beschäftigt sich intensiv mit menschlichen Potenzialen. So hat er auch eine Akademie für Potenzialentfaltung gegründet. Mit den Festivalbesuchern wird er nach seinem 19 Uhr beginnenden Vortrag auch gern ins Gespräch kommen.

Ansonsten wartet schon am Auftakttag Interessantes, nämlich um 17 Uhr Straßenzirkus aus Frankreich und um 21 Uhr die aus dem ehemaligen Jugoslawien kommende Band von Vernesa Berbo und ihren Balkan Boys. Überhaupt ist die Zusammensetzung der Mitwirkenden des Festivals sehr international. Denn auch Künstler aus Palästina, Großbritannien, dem afrikanischen Gambia und Italien sind mit von der Partie.

Was den Festival-Organisatoren aber ganz besonders wichtig ist, das ist die Botschaft nach außen: In diesem Sinne soll es noch vor Beginn des Festivals eine Zusammenkunft von Künstlern aller Art – Musiker, DJ‘s, Schauspieler und Artisten – geben, die sich mit Politikern, Unternehmern und weiteren Führungskräften treffen und sich über brennende Fragen unserer Zeit austauschen, vor allem über die aktuellen Gefahren für die Demokratie aus der rechtsextremen Ecke. Im Ergebnis will man Botschaften des Festivals ins Internet senden.

Infos zum Programm unter www.compose-festival.de ; Tickets in der Tourist-Info, im Corazon-Laden und vor Ort am Burgauer Weg

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