Die Moritz-Klinik in Bad Klosterlausnitz wird erweitert

Bad Klosterlausnitz  Knapp 24 Millionen Euro sollen in den nächsten Jahren in die Moritz-Klinik in Bad Klosterlausnitz investiert werden. Darüber informiert die Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sier­storpff mit Sitz im nordrhein-westfälischen Bad Driburg. Die Moritz-Klinik in Bad Klosterlausnitz ist eine von fünf Kliniken des Familienunternehmens und hat sich auf die Rehabili­tation von orthopädisch und neurologisch erkrankten sowie brandverletzten Menschen spezialisiert.

Die Baumaßnahmen tragen der hohen Auslastung Rechnung, wie Christoph Essmann, der Geschäftsführer der Thüringer Gräflichen Kliniken, informiert.

Die Baumaßnahmen tragen der hohen Auslastung Rechnung, wie Christoph Essmann, der Geschäftsführer der Thüringer Gräflichen Kliniken, informiert.

Foto: Ute Flamich

Knapp 24 Millionen Euro sollen in den nächsten Jahren in die Moritz-Klinik in Bad Klosterlausnitz investiert werden. Darüber informiert die Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sier­storpff mit Sitz im nordrhein-westfälischen Bad Driburg. Die Moritz-Klinik in Bad Klosterlausnitz ist eine von fünf Kliniken des Familienunternehmens und hat sich auf die Rehabili­tation von orthopädisch und neurologisch erkrankten sowie brandverletzten Menschen spezialisiert.

Vermutlich Mitte Dezember dieses Jahres soll mit der ersten Maßnahme begonnen werden. Geplant sei der Bau einer komplett neuen Station. Diese soll im Dachgeschoss im nördlichen Bereich des Gebäudes ent­stehen und Platz für 30 Patientenzimmer bieten. Eingerichtet werden vollständig ausgestattete Einzelzimmer mit barrierefreien Bädern. Bei Bedarf kann in jedem Zimmer ein Zustellbett platziert werden.

Neue Station, Tiefgarage und Außenanlagen

Wie das Unternehmen in­formiert, sollen die Arbeiten bei laufendem Betrieb stattfinden. „Die Einschränkungen beim Bau sollen so minimal wie möglich gehalten werden. Die neuen Dachgauben werden zum Beispiel außerhalb des Klinikgeländes vorgefertigt und mit einem Kran von der Nordseite aus aufgesetzt“, sagt Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff, der Inhaber der Gräflichen Kliniken.

Ebenfalls im ersten Schritt ist die Errichtung einer Tiefgarage geplant. Diese soll unter dem vorhandenen Parkplatz liegen und 70 Stellplätze bieten. „Inklusive der Errichtung von Außenanlagen und der Tiefgarage belaufen sich die Baukosten für die neue Station auf 6,7 ­Millionen Euro“, sagt Christoph Essmann, der Geschäftsführer der Thüringer Gräflichen Kliniken. Im dritten Quartal des kommenden Jahres sollen die Bauarbeiten voraussichtlich abgeschlossen sein.

Warum die Moritz-Klinik in Bad Klosterlausnitz erweitert wird, das erklärt Christoph Essmann: „Sowohl die Behandlungsqualität in der Klinik als auch die Patientenzufriedenheit befinden sich seit vielen Jahren auf einem hohen Niveau. Zusammen mit der hohen Nach­frage bei den zuweisenden Ärzten und Krankenhäusern führen diese positiven Umstände zu einer hohen Auslastung unserer Kapazitäten, die wir deshalb ab Spätherbst dieses Jahres erweitern werden.“ Der genaue Baustart hänge allerdings „von den Genehmigungen und den ausführenden Firmen“ ab, heißt es seitens des Unternehmens.

Ab 2022: Neubau mit 66 Patientenzimmern

Zusätzlich zur neuen Station sei geplant, ab dem Jahr 2022 einen neuen Gebäudekomplex zu errichten. Das setze allerdings eine vorherige Änderung des ­Bebauungsplanes voraus, informiert der Geschäftsführer. „Dieser gänzlich neue Bau wird dann 66 Patientenzimmer enthalten sowie Therapieräume, Mitarbeiterumkleiden, einen neuen Mitarbeiterspeiseraum mit Außenterrasse und eine zusätzliche Anlieferung für Liegendtransporte.“

Dieser Neubau sei im nordöstlichen Bereich in Form eines „L“ mit direktem Anschluss an das bestehende Gebäude geplant. „Für diese Maßnahme ist dann ein Investitionsvolumen von 17 Millionen Euro vorgesehen“, sagt Christoph Essmann.

Im Zuge der Erweiterungs­pläne der Moritz-Klinik werde sich auch die Zahl der Mitarbeiter erhöhen. „Wie viel Personal neu eingestellt werden kann, das wird von den Genehmigungen abhängig sein“, sagt der Geschäftsführer.

In der Klinik in Bad Klosterlausnitz können aktuell 302 Patienten stationär versorgt werden.

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