Dornburger Rosen bekommen schützende Hülle

| Lesedauer: 2 Minuten

Dornburg-Camburg  Die Meteorologen haben für die kommenden Nächte ordentlich Frost angesagt. Da haben die Gärtner auch im Schlossgarten Dornburg zu tun.

Die Hochstammrosen im Dornburger Schlossgarten  bekommen einen Winterschutz. Weil die Meteorologen für die kommenden Tage und Nächte einige Minusgrade vorhergesagt haben, schützen Schlossgärtner Klaus Popko (li.) und seine Mitarbeiterin Liane Gebeler die hochwachsenden Rosenstöcke mit Bastmatten.

Die Hochstammrosen im Dornburger Schlossgarten  bekommen einen Winterschutz. Weil die Meteorologen für die kommenden Tage und Nächte einige Minusgrade vorhergesagt haben, schützen Schlossgärtner Klaus Popko (li.) und seine Mitarbeiterin Liane Gebeler die hochwachsenden Rosenstöcke mit Bastmatten.

Foto: Angelika Schimmel

Von Angelika Schimmel

Dornburg-Camburg. Weil die Meteorologen für die kommenden Tage und Nächte starken Frost vorhergesagt haben, kümmern sich Schlossgärtner Klaus Popko und seine Mitarbeiterin Liane Gebeler noch einmal um die Hochstammrosen. Sie schützen die hohen Rosenstöcke mit Pfählen und Bastmatten vor der Kälte. "Ein gutes Dutzend ist schon warm eingepackt", sagt Klaus Popko. Gerade weil die Dornburger Rosen durch die Südost-Lage der Schlossgärten tagsüber viel Sonne abkriegen, seien sie gefährdet. "Die Sonne erwärmt die Pflanzen auf der Vorderseite, während nach frostigen Nächten die Rückseite noch lange kalt bleibt. Das führt zu Spannungen in den Trieben, die dadurch aufplatzen können", erklärt er. Also ist der Frostschutz auch ein Sonnenschutz für die Dornburger Rosen.

Alle anderen, weit über 2000 Rosenstöcke, die zwischen Altem Schloss und Renaissanceschloss in Rabatten und vor Mauern stehen, wurden rechtzeitig mit Kompost angehäufelt. "Fleißige Helfer waren uns dabei Mitarbeiter der ÜAG in Jena. Sie haben hier im November und Dezember geholfen, den Garten winterfest zu machen", sagt Popko. "Ohne deren Einsatz hätten wir das nicht geschafft."

Denn, um das etwa vier Hektar große Gartenreich der Dornburger Schlösser picobello in Ordnung zu halten, hat der Gärtnermeister nur ein kleines Team. "Zudem sind die meisten Gärtner nur als Saisonkräfte von Frühjahr bis Herbst angestellt", erklärte er. Weil jetzt auch noch Krankheitsfälle zu beklagen sind, wurde der Vertrag für Liane Gebeler verlängert. Dass noch im Januar ein neuer Kollege zum Team stößt, sei ein Hoffnungsschimmer.

Zu tun gibt es für die Gärtner genug, auch wenn derzeit kein Rasen gemäht werden muss. Bäume und Sträucher müssen verschnitten werden, in den Gewächshäusern ziehen die Gärtner selbst die Blumen heran, die ab Frühjahr für bunte Farbtupfer in den Rabatten im Barockgarten oder vor dem Renaissanceschloss sorgen.

In diesem Jahr rechnet die Schlossverwaltung mit noch mehr Besuchern, weil die Dornburger Schlossgärten einer von 25 Außenstandorten der Bundesgartenschau sind, die ab April in Erfurt stattfindet. Und auch die wertvollen Exemplare der stattlichen, alten Fuchsien brauchen Pflege. Sie sollen in diesem Jahr besonders in Szene gesetzt werden, wenn es von Mai bis September eine große Fuchsien-Schau in Dornburg gibt, die die hiesigen Gärtner gemeinsam mit der Thüringer Fuchsien-Gesellschaft veranstalten.