Jannis Kübler fehlt für Monate: FC Carl Zeiss sucht nach Verstärkungen

Jena  Der Mittelfeldspieler Jannis Kübler vom FC Carl Zeiss Jena muss an der Schulter operiert werden. Der Verein sucht intensiv nach Verstärkungen.

FCC-Spieler Jannis Kübler.

FCC-Spieler Jannis Kübler.

Foto: Tino Zippel

Nächste Hiobsbotschaft für den FC Carl Zeiss Jena: Der Fußball-Drittligist muss drei Monate auf Mittelfeldspieler Jannis Kübler verzichten. Der 20-Jährige, der sich am Sonnabend bei der 0:3-Niederlage beim SV Meppen die Schulter ausgekugelt hatte, muss sich operieren lassen. Weil eine Verletzung der Gelenklippe vorliege, sei ein Eingriff unvermeidbar, sagt der Jenaer Teamarzt Stefan Pietsch.

Kübler, der gerade erst eine Innenbanddehnung im Knie überstanden hatte, ist maßlos enttäuscht über sein Verletzungspech in dieser Saison. Dennoch: „Die Gesundheit ist das Allerwichtigste. Deshalb muss ich diesen Eingriff auch machen lassen und die nötige Geduld aufbringen, um dann absolut fit zurückzukommen.“

Trainer Lukas Kwasniok steht er damit aller Voraussicht nach frühestens in den letzten Ligaspielen des Jahres im Dezember wieder zur Verfügung. Dabei hatte der Chefcoach des punktlosen Tabellenletzten erst in Meppen Küblers enorme Bedeutung für die Mannschaft hervorgehoben, den Abräumer und Spielgestalter als „Kopf des Jenaer Teams“ bezeichnet.

Damit steigt der Druck der Jenaer, auf dem Transfermarkt tätig zu werden. Bis Montag besteht die Möglichkeit, vertraglich gebundene Spieler zu verpflichten. Hinter den Kulissen arbeitet der FC Carl Zeiss an verschiedenen Personalien, um bei einer möglichen Absage Alternativen zu haben. Die Aufmerksamkeit gilt Defensivspielern.

Die Reise nach Meppen gar nicht erst angetreten hatte Marian Sarr. Der Innenverteidiger sollte nach seiner schwachen Leistung gegen Waldhof Mannheim (1:2) in der Oberliga-Mannschaft der Jenaer spielen, kam aber wegen muskulärer Probleme nicht zum Einsatz. Die Nichtberücksichtigung im Oberliga-Team sei eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen, heißt es vom Klub.

Ab heute wird Sarr, der für Borussia Dortmund schon einmal in der Champions League aufgelaufen ist, wieder bei der ersten Mannschaft erwartet. Nach seinem Wechsel vom VfR Aalen schaffte er es nicht, in die Rolle eines Leistungsträgers zu schlüpfen – im Grunde braucht er ein Sonderaufbauprogramm.

Facebook-Stimmen zur Entscheidung pro Trainer Lukas Kwasniok

Dirk Wurzbach: Was nützt ein Trainer mit scheinbar grenzenlosem Selbstvertrauen, wenn die Spieler auf dem Platz die Hosen voll haben? Wieso sollen in anderen Vereinen aussortierte Spieler gerade in Jena Leistung bringen?

Michael Obermeit: Wieder wird der Zeitpunkt verpennt. Der neue Trainer hätte eine Woche Zeit, Verstärkung nach seinen Vorstellungen zu holen.

Klaus Müller: Das Problem liegt meiner Meinung eher darin, dass man es nicht schafft, Leistungsträger zu halten. Und kompetenter Ersatz ist ja auch nicht dabei. Auch muss die Mannschaft, auch wenn man sie momentan nicht wirklich so nennen kann, erstmal zusammen wachsen.

Uwe Weyrauch:Die ganzen oberen Köpfe müssen weg mit dem Trainerteam, sonst gibt es keine Chance in Liga 3.

David Pohl: Ich finde, man sollte am Trainer festhalten. Beste Beispiele sind Manchester, Arsenal, Werder und Freiburg. Die haben in schlechten Zeiten zum Trainer gehalten. Auch sollte der Trainer Rückgrat zeigen und Möchte-gern-Spieler auf die Bank setzen.

Grit Toelke: Man hätte sich von Anfang an darüber im Klaren sein müssen, dass so eine zusammengekaufte Söldnertruppe mit hauptsächlicher Erfahrung im Bankwärmen einfach nicht zum FCC passt.

Thomas Schurtzmann: Jena ist einen Weg mit jungen Spielern gegangen, was ich grundsätzlich besser finde, als auf abgehalfterte Ex-Profis zu setzen. Diese brauchen Zeit und vor allem Erfolge, da sie mental nicht so gefestigt sind wie erfahrene Spieler.

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