Bakterium offenbar Ursache für Erkrankungen in Wenigenjenaer Schule

Ziel sei nun, dass eine erneute Infektion der Kinder und des Lehrpersonals ausgeschlossen werden kann

Im Seitenflügel, Bildvordergrund, der neuen Gemeinschaftsschule befinden sich die Erdgeschoss-Räume, in denen die dort betreuten Förderschüler krank wurden, ohne dass sich etwa Verbindungen zu Corona herstellen ließen.

Im Seitenflügel, Bildvordergrund, der neuen Gemeinschaftsschule befinden sich die Erdgeschoss-Räume, in denen die dort betreuten Förderschüler krank wurden, ohne dass sich etwa Verbindungen zu Corona herstellen ließen.

Foto: Thomas Stridde

Jena. Ein Bakterium hat offenbar jene Mädchen und Jungen des Förderschulteils der Wenigenjenaer Gemeinschaftsschule erkranken lassen. „Dieses Bakterium ist mit hoher Wahrscheinlichkeit durch einen biologischen Wirt, also durch ein Kind, einen Mitarbeitenden oder durch privat mitgebrachtes, kontaminiertes Essen eingetragen worden“, sagte Rathaussprecher Kristian Philler.

Die wiederkehrenden Erkrankungen von Schülerinnen und Schülern haben in den vergangenen Wochen sowohl die Schule, die Eltern, den Fachdienst Gesundheit als auch den Eigenbetrieb Kommunale Immobilien Jena beschäftigt (unsere Redaktion berichtete). „Durch die Sporen des Bakteriums, die sich auf dem Boden oder auf den von den Kindern und dem Lehrpersonal genutzten Möbeln und Flächen befanden, erfolgte mit jedem Wochenbeginn eine erneute Infektion. Durch die regulär verwendeten Reinigungs- und Desinfektionsmittel konnte das Bakterium nicht vollständig entfernt werden.“

Zwischen dem Fachdienst Gesundheit, der Schulleitung und der Stadt Jena als Schulträger wurden notwendige Hygiene-Maßnahmen abgesprochen. Diese werden zukünftig bei der Unterrichtsdurchführung und Betreuung der Kinder verstärkt beachtet. Ziel sei es, dass die Schule nach dem Lockdown den betroffenen Trakt des Gebäudes wieder öffnen und eine erneute Infektion der Kinder und des Lehrpersonals ausgeschlossen werden kann.