FC Carl Zeiss Jena: Der Patient lebt noch

Ein Kommentar von Holger Zaumsegel.

Holger Zaumsegel

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Foto: Tino Zippel

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Nach der 69. Minute war es – mal abgesehen von den Gesängen der wenigen Würzburg-Anhänger – still im Ernst-Abbe-Sportfeld. Irgendwie blickten die Fans betreten aufs Spielfeld und fragten sich: Lebt diese Mannschaft noch? Ja, sie lebt noch! Das 1:1 durch Kilian Pagliuca war das erhoffte Zeichen, ein Pulsschlag nach bangen Minuten, der wieder Hoffnung auf Besserung gemacht hat.

Die Lage des FC Carl Zeiss ist, den Umständen entsprechend, gut, bleibt aber kritisch. Ob ein neuerliches Klassenerhalt-Wunder überhaupt gelingen kann, werden die kommenden Monate bis zur Winterpause zeigen. Bis dahin muss Rico Schmitt, der bisher einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat, mit seiner Mannschaft Punkt um Punkt sammeln, damit die Thüringer nicht schon vor der Rückrunde abgeschrieben sind. Klappt das nicht, muss die Vereinsführung schon im Winter den Grundstein für eine dann wahrscheinliche Zukunft in der Regionalliga legen.

Doch bis solche Dinge entschieden werden müssen, verbleiben noch einige Wochen, in denen Schmitt und vor allem seine Spieler beweisen können, dass es deutlich besser geht als bisher. Positiv ist, dass sich der Trainer nicht beirren lässt, alles auf Anfang gesetzt hat, und versucht Spieler zu integrieren, die vom Vorgänger geholt wurden, aber nach wenigen Wochen durchgefallen waren. Auch das Setzen eines Schwerpunktes auf die mangelnde Kondition der Kicker im Training ist ein richtiger Schritt, der schon gegen Würzburg belohnt wurde. Erstmals in dieser Saison sind die Jenaer nach einem späten Gegentreffer zurückgekommen.

Doch der Weg bleibt, trotz des gelungenen Anfangs, steinig und schwer. Es muss hart gearbeitet werden, soll die Wiederbelebung tatsächlich gelingen.

„Das 1:1 ist die Basis“: So sieht der neue FC Carl Zeiss-Trainer Schmitt das Spiel [Video]

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