Feinplanung für Fußballarena in Jena startet

Jena.  Die am siegreichen Konsortium beteiligten Unternehmen gehen vor dem Zuschlag in Vorleistung: Ziel ist, den Zeitraum bis zur Baugenehmigung zu verkürzen.

Modell für den Umbau des Ernst-Abbe-Sportfeldes in Jena zur reinen Fußballarena nach den Plänen der Bietergemeinschaft Elex und Jenarena. Blick von Südwesten auf die neue Osttribüne.

Modell für den Umbau des Ernst-Abbe-Sportfeldes in Jena zur reinen Fußballarena nach den Plänen der Bietergemeinschaft Elex und Jenarena. Blick von Südwesten auf die neue Osttribüne.

Foto: Bietergemeinschaft Elex und Jenarena

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In Jena hat sich das beim Stadionprojekt erfolgreiche Konsortium getroffen, um das weitere Vorgehen für den Umbau des Ernst-Abbe-Sportfeldes zu besprechen. Noch ist der Zuschlag nicht offiziell erfolgt, dennoch wollen die Partner die Planungen forcieren, wie Lars Eberlein, Geschäftsführer der Jenarena KG, sagt.

Die Entscheidung des Stadtrates sei mit großer Freude aufgenommen worden, berichtet Eberlein. „Wir gehen ins eigene Risiko, um bestmöglich auf den Zuschlag vorbereitet zu sein“, sagt er nach dem Treffen der beteiligten drei Planungsbüros, zwei Baugesellschaften und zwei technischen Gesellschaften. Im Bieterverfahren seien bereits grobe Baupläne für den Umbau des Stadions besprochen worden.

Nun ist die Feinplanung notwendig, danach stehen die Baugenehmigungsverfahren. Diese Arbeitsschritte können bis zu anderthalb Jahren dauern. Die Stadt verpflichtet sich vertraglich zu einer zügigen Bearbeitung. „Wir wollen deutlich schneller sein“, sagt Eberlein. Er geht davon aus, dass Genehmigungen zum Rückbau der alten Traversen sehr schnell eintreffen, so dass diese Arbeiten Mitte 2020 beginnen können.

Jenaer Fußballarena soll 2023 stehen

Im Jahr 2023 soll die neue Jenaer Fußballarena stehen. Sie bietet gut 15.000 Plätze, verfügt über einen VIP-Bereich, der auch Veranstaltungen für 400 bis 800 Personen ermöglicht. Im Stadion-Inneren plant der erfolgreiche Bieter mit zwei Videowänden, die zwischen künftiger Nordtribüne und heutiger Gegengerade und zwischen Haupttribüne und künftiger Südtribüne angeordnet sind. Die Leichtathleten bekommen eine eigene Trainingsanlage, die sich zwischen dem Sportgymnasium und dem sportwissenschaftlichen Institut der Friedrich-Schiller-Universität befinden wird.

Der Stadtrat hatte vor einer Woche für den Investor entschieden. Die Kommune, die für das Projekt von einem Gesamtinvestitionsbedarf von 48,8 Millionen Euro spricht, muss sich diesen Beschluss noch absegnen lassen. Frühestens im Februar kann der endgültige Zuschlag erfolgen.

Exklusivinterview mit Investor: Wie rechnet sich die Jenaer Fußball-Arena?

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