Förster: Der FC Carl Zeiss Jena kommt seinen finanziellen Verpflichtungen nach

Jena.  FCC-Geschäftsführer wehrt sich gegen die Vorwürfe des Rechnungsprüfungsamtes: Rasen ist noch immer in einem guten Zustand.

Jena 18012020 Fußball FC Carl Zeiss Jena Mitgliederversammlung in der Mensa Carl-Zeiss-Promenade Chris Förster (Geschäftsführer FC Carl Zeiss Jena)

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Foto: Tino Zippel

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Der FCC Carl Zeiss Jena weist den Vorwurf der fehlenden Zahlungsmoral zurück: „Der FC Carl Zeiss Jena ist all seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Stadt und deren Eigenbetriebenen nachgekommen und beabsichtigt, dies auch zukünftig zu tun“, sagt Geschäftsführer Chris Förster. Auch bestritt er den Vorwurf des Rechnungsprüfungsamtes, wegen des fehlenden Austausches des Rasens vertragsbrüchig geworden zu sein. „Der Rasen im Ernst-Abbe-Sportfeld ist zwar deutlich über den prognostizierten Lebenszyklus hinaus, aber er präsentiert sich noch immer in einem guten Zustand, was nicht zuletzt auch die Gastmannschaften immer wieder bestätigen. Den Rasen zu wechseln, was immerhin mit einem sechsstelligen Betrag zu Buche schlagen würde, ist also weder sportlich nötig noch wirtschaftlich sinnvoll. Dies gilt umso mehr mit Blick auf den anstehenden Stadionneubau. Dies haben wir auch so sehr offen mit KIJ kommuniziert“, sagt der Geschäftsführer.

Hintergrund ist ein Prüfbericht des städtischen Rechnungsprüfungsamtes, der die vertraglichen Beziehungen zwischen dem Verein beziehungsweise der Spielbetriebs GmbH und dem Eigenbetrieb Kommunale Immobilien Jena unter die Lupe nahm (wir berichteten). Neben dem Zahlungsverzug bei Mieten und Pachten ging es in dem Bericht auch um den Rasentausch. Er hätte vertragsgemäß in den Jahren 2010, 2013, 2016 und 2019 erfolgen müssen, wobei Kosten in Höhe von jeweils 250.000 Euro zu berappen wären.

Bereits im Mai 2019 hatte eine Anfrage zum Stadion­rasen für Aufsehen gesorgt. Die Grünen hakten im Stadtrat nach, ob nicht ein Tausch vonnöten sei. Sportdezernent Benjamin Koppe bestätigte damals, dass sich der FC Carl Zeiss Jena im Jahr 2007 beim Einbau der Rasenheizung verpflichtet habe, alle drei Jahre neuen Rasen zu verlegen. Bislang sei das aber noch nie geschehen. Wenige Wochen später sagte KIJ-Werkleiter Karl-Hermann Kliewe: „Der guten Pflege ist es zu verdanken, dass der Lebenszyklus verlängert wurde." Die Kommunalen Immobilien treiben seinen Worten zufolge großen Aufwand, um das Grün auf allen Plätzen im weitläufigen Ernst-Abbe-Sportfeld zu pflegen.

Die Stadt wollen den Bericht des Rechnungsprüfungsamtes nicht kommentieren.

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