Gefährliche Stolperfalle in Jenas Auerbach-Straße beseitigt

Jena  Happyend für den Mängelmelder: Die Wohnungsgenossenschaft Carl Zeiss hat eine jahrelange Stolperstelle in Lobeda mit einem Rost abgesichert. Ein aufmerksamer Anwohner hatte dafür gekämpft.

Der Fußwege in der Felix-Auerbach-Straße zwischen den Hausnummern 16 bis 18. Ein formschöner Laufrost deckt jetzt den darunter liegenden Schachtzugang ab. Die Gefahrenstelle ist beseitigt.

Der Fußwege in der Felix-Auerbach-Straße zwischen den Hausnummern 16 bis 18. Ein formschöner Laufrost deckt jetzt den darunter liegenden Schachtzugang ab. Die Gefahrenstelle ist beseitigt.

Foto: Thomas Beier

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Es ist ein kleines Blech auf dem Bürgersteig – aber ein großer Schritt bei der Mängelbeseitigung! Die Rede ist vom tiefergelegten Viereck im Fußweg vor den Hausnummern 16 bis 18 in der Felix-Auerbach-Straße. Diese Lücke stellte eine große Unfallgefahr dar, weil sie so unvermittelt des Weges kam.

Unser Leser Walther Bollmann aus Lobeda-West, er wohnt nicht weit von der Straße entfernt, war deswegen schon mehrere Jahre in der Spur. Vor allem bei schlechtem Licht oder bei Schnee im Winter bestand hier eine große Gefahrenstelle. Und ­niemand wusste, welchem Zweck dieser Deckel diente, um den der Fußweg so aufwendig drumherum gebaut worden war. Als Bollmann ein Foto für das städtische Mängelmelder-Portal machte, erzählte ihm ein anderer Mann, dass er hier schon böse gestürzt sei.

Stadt fühlte sich nicht zuständig

Bollmanns Bemühungen verliefen aber im Sande: Denn seine Mängelanzeige wurde von der Stadtverwaltung wegen Nichtzuständigkeit abgelehnt: „Die Zuständigkeit für die Unfallgefahr liegt hier nicht bei der Stadt, sondern bei Ihrem Vermieter, da das Grundstück zu den Wohngebäuden gehört“, bekam er zur Antwort. Daraufhin bat Bollmann die Zeitung um Hilfe, denn er hatte keine Lust zu recherchieren, wer Grundstückseigentümer ist. Er wohnte ja gerade nicht in der Felix-Auerbach-Straße.

Die Zeitung nahm ihm die Mühe ab und fand heraus, dass der Elfgeschosser der WG „Carl Zeiss“ gehört, also vermutlich auch der Bürgersteig. Vor zehn Jahren hatte die WG im Umfeld des Quartiers Wege bauen ­lassen. Jens Runkewitz von der WG sagte zu, dass sich das Unternehmen kümmern werde.

Nun liegt das Ergebnis vor: ein verzinkter Lochblechrost, der die Stelle tritt- und rutschsicher abschließt. „Unsere Techniker haben sich der Meldung angenommen und die Besonderheit des Gehwegs beseitigt. Wir mussten erst noch klären, ­welche Funktion der Verschluss auf der Straße hatte und wem er gehört“, berichte Jens Runkewitz der Zeitung. Die WG ist jedenfalls nicht die Eigentümerin.

Die Genossenschaft hofft, dass die Bewohner mit der Lösung zufrieden sind. Walther Bollmann ist dies.

Im Zusammenhang mit der Lücke im Bürgersteig gibt es noch dieses Ergebnis zu vermelden: Sowohl die WG „Carl Zeiss“ als auch Jenawohnen sagten zu, künftige Mängelmeldungen aus dem Stadtverwaltungsportal direkt zu bearbeiten, falls sie davon erfahren. Somit werden auch „Unfälle“ bei der Mängelbearbeitung vermieden.

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