In Jena soll eine Rikscha für Senioren und Menschen mit Gehbeeinträchtigung fahren

Jena.  Kirchenkreis Jena sammelt Spenden für eine Rikscha in Jena und organisiert eine Benefizkonzert.

Städte wie Berlin zeigen, wie es geht: Calle Overweg chauffiert seit einigen Monaten als ehrenamtlicher Rikscha-Fahrer Senioren durch die Hauptstadt. In Jena soll auch eine Rikscha angeschafft werden.

Städte wie Berlin zeigen, wie es geht: Calle Overweg chauffiert seit einigen Monaten als ehrenamtlicher Rikscha-Fahrer Senioren durch die Hauptstadt. In Jena soll auch eine Rikscha angeschafft werden.

Foto: Kay Nietfeld

Der Kirchenkreis Jena will eine Rikscha für Senioren und Menschen mit Gehbeeinträchtigung anschaffen. Am Sonntag findet deshalb ein Benefizkonzert statt.

„Wir sammeln für eine Senioren-Rikscha“, sagte Ralf Kleist vom Kirchenkreis Jena. Knapp 7000 Euro kostet diese Sonderanfertigung. „Wir wollen die Rikscha für ältere, für gehbehinderte Menschen anbieten, vielleicht im Jenaer Paradies oder auf anderen Plätzen. Den Ideen und Wünschen sind da keine Grenzen gesetzt“, sagte Kleist. Von diesen besonderen Rikschas hatte er zum ersten Mal in der Zeitung gelesen. „In Holland gibt es davon einige. Auch in anderen Städten in Deutschland fahren bereits Rikschas. In München fährt auch schon so ein Mobil. Warum nicht auch in Jena?“

Konzert in der Stadtkirche Jena am 19. Januar, um 16 Uhr

Am Sonntagnachmittag ab 16 Uhr gibt es in der Stadtkirche Jena ein Benefizkonzert. Der Gospelchor „black feet white voices“ unter der Leitung von Almut Elsässer aus Schlöben führt ein weihnachtliches Neujahrskonzert auf. Der Eintritt ist frei. Mögliche Spenden fließen komplett in das Projekt Senioren-Rikscha. Knapp 1500 Euro wurden bereits gesammelt bei zwei anderen Veranstaltungen im Dezember 2019. „Vielleicht haben wir ja bis April, Mai die Rikscha schon in Jena“, sagte Kleist. Im Vergleich zu herkömmlichen Rikschas sitzt der Fahrer bei der Rikscha für ältere Menschen hinten. Die Rikscha fährt nicht schneller als zwölf Stundenkilometer. Aktuell führt Kleist Gespräche mit möglichen Partnern, darunter ist auch ein Fahrradhändler. „So eine Rikscha muss natürlich regelmäßig gewartet werden“, sagte Kleist.

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