Jena hatte die beste lange Nacht seit 2007

Jena.  Etwa 10.000 Besucher tauchten bei 350 Einzel-Veranstaltungen an 65 Orten in die Wissenschaften ein.

Ausnahme-Schauspielerin Antonia Labs in ihrem performativen Vortrag als Dozentin Celeste Abernathy, die am Ende ihren Körper ganz verließ.

Ausnahme-Schauspielerin Antonia Labs in ihrem performativen Vortrag als Dozentin Celeste Abernathy, die am Ende ihren Körper ganz verließ.

Foto: Thomas BeieR

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Mit etwa zehntausend Besuchern erlebte Jena gestern die bestbesuchte Lange Nacht der Wissenschaften seit 2007: Im Zentrum, aber auch am Beutenberg und in Lobeda bildeten sich Menschentrauben. Dabei war die Auftaktveranstaltung sehr theatral. Schauspielerin Antonia Labs spannte in ihrem performativen Vortrag am Max-Wien-Platz den Bogen von Apollo 11 bis hin zu Bakterien, die nur eins wollen, nämlich immer zu leben!

Im Stadion wurde der Ball gekickt, in der Otto-Schott-Straße zerdrückt: Am Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung (ifw Jena) veranschaulichten die Wissenschaftler, wie viel Druck ein Fußball standhält. Die Besucher gaben ihre Tipps ab – und siehe da, es wurde ein fabelhaftes Modell für die Prüfung angeschafft. Erst bei 16 Kilonewton zerplatzte der Ball, das sind über 1500 Kilogramm Gewicht, die auf das runde Leder wirkten. Kinderleicht war dagegen das Experiment, um zu sehen, was in einem Ü-Ei drin ist, ohne es zu öffnen: Einfach Röntgenstrahlen nehmen!

Von Anatomie bis Zahnmedizin: Die Universitätsmediziner beteiligten sich mit über 40 Angeboten – Klassiker des Veranstaltungsformates, aber auch neue Angebote gehörten dazu. „Ich bin Miss Plazenta“, sagte Janine Zöllkau von der Geburtshilfe. Sie trug einen gestrickten Mutterkuchen und warb für das Allround-Talent. An anderer Stelle lag ein Schweinefuß auf dem Tisch: Die Experimentelle Chirurgie arbeitet eher im Hintergrund, jetzt durften Besucher üben.

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