Jenaer Radfahrer fordern bessere Wege in die Stadt

red
Ein Schild "Fahrradstraße"

Ein Schild "Fahrradstraße"

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Jena.  Für Dienstag ist eine Demonstration auf dem Holzmarkt geplant. Die Initiatoren fordern mehr fahrradgerechte Straßen.

Eine Radfahrer-Demo wird es heute ab 18 Uhr auf Jenaer Straßen geben. Die „Critical Mass“ fordert durchgehende Radwege in die Innenstadt. Die Aktion beginnt auf dem Holzmarkt. Das Organisationsteam lädt herzlich dazu ein, mit Maske und ausreichend Abstand teilzunehmen.

Aus Wenigenjena nutzen viele Radfahrer den Steinweg, der im Radverkehrskonzept von 2012 auch als Hauptroute für den Radverkehr definiert wird. Doch an der Kreuzung mit dem östlichen Löbdergraben sind Radfahrer durch die Fußgängerampeln zum Absteigen gezwungen, müssen über hohe Bordsteine holpern und kommen in der engen Furt leicht mit den anderen Passanten ins Gedränge. „Hier kann von einem durchgehenden Fahrradnetz in keiner Weise die Rede sein. Wir fordern zeitnah die Schaffung einer Ampelanlage, die den Radverkehr berücksicht, und die Absenkung der Bordsteine an dieser für den Radverkehr so zentralen Kreuzung“, sagt Frieda Nagler von „Critical Mass“.

Von Jena-Süd kommend geraten Radfahrer in eine andere Bedrängnis: Nach dem Passieren der Kreuzung am Haeckelplatz, die schon in der Bügerbefragung von 2012 als eine der unsichersten in Jena eingestuft wurde, werden sie in der Schillerstraße auf engstem Raum überholt. „Der Haeckelplatz muss fahrradgerecht umgebaut und in der Schillerstraße Tempo 20 eingerichtet werden“, sagt Solveig Selzer. Zudem sei nicht ersichtlich, wieso an der Einmündung der Abbe-Straße die Ampel für den Fuß- und Radverkehr in der Schillerstraße stadtauswärts ständig rot zeigt, während Pkw grün haben – ohne Pfeil.