Jena: Rummel und Autos teilen sich den Eichplatz

Jena.  Der Eichplatz wird zum Weihnachtsmarkt geteilt genutzt: Ungefähr zur Hälfte wird er durch Parkplätze und vom Rummel belegt.

Mario Schmökel ist Schausteller und mit seinem Autoscooter auf dem Jenaer Weihnachtsmarkt vertreten.

Mario Schmökel ist Schausteller und mit seinem Autoscooter auf dem Jenaer Weihnachtsmarkt vertreten.

Foto: Michael Groß

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Auch in diesem Jahr ist der Jenaer Weihnachtsmarkt wieder mit dem Rummel verbunden. Allerdings in etwas reduzierter Form. Denn es wird den Besuchern des Weihnachtsmarkts nicht entgangen sein, dass dieses Mal gut die Hälfte der Eichplatz-Parkflächen erhalten geblieben sind. Man kann also auf der Fläche direkt vor der Neuen Mitte auch während des Weihnachtsmarktes parken.

Das ist eine Lösung, mit der alle ganz gut leben können, sagt Schausteller Mario Schmökel. Der Eisenacher ist mit seinem Fahrgeschäft, einem Autoscooter, schon etwa 25 Jahre lang zu Gast auf den Jenaer Märkten. Und er zeigt sich mit dem Zuspruch von Gästen recht zufrieden: „Vormittags, wenn wir um 10 Uhr aufmachen, ist es freilich noch etwas ruhig. Aber am Nachmittag, wenn dann auch die Kinder von den Schulen und Kindergärten kommen, ist allerhand los.“ Befragt, ob sich die Reduzierung der Rummelfläche zugunsten der erhaltenen Parkplätze negativ aufs Geschäft wirkt, schüttelt er den Kopf. Es fehle ja nur die Kinder-Eisenbahn. Ansonsten sei eine gute Mischung vorhanden. Es seien Riesenrad, Karussell, aber auch Berg-und-Tal-Bahn vorhanden. Eine weitere Kürzung der Angebote von Fahrgeschäften sollte es jedoch nicht geben, warnt der erfahrene Schausteller. Dann könnte die Anziehungskraft des Weihnachtsmarktes leiden. Gerade der weihnachtliche Markt lebe ja auch von der Anziehungskraft auf die ganze Familie. Hier kommen Familien oder auch Omas mit Enkeln im stärkeren Maße als beispielsweise beim Frühlingsmarkt.

Und was die Wünsche vom Einzelhandel nach mehr Erhalt von Parkplätzen angeht, die vor allem von der Innenstadt-Initiative erneut vorgebracht wurden, so verweist Schmökel auf manche leer gebliebene Parkfläche. Selbst der verkleinerte Parkraum werde also gar nicht ständig genutzt.

Außerdem, so Mario Schmökel, locke der Weihnachtsmarkt mit all seinen Angeboten ja besonders viele Leute in die Jenaer Innenstadt und sorge für eine belebte City und damit auch für mehr Kunden für den Einzelhandel. Viele, die zum Weihnachtsmarkt kommen, möchten auch einen Glühwein trinken und lassen die Autos sowieso zu Hause.

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