Jenaer Abbe-Bücherei: Interims-Herberge in ehemaliger Augenklinik eröffnet

Jena  Die ehemalige Augenklinik ist als die bis 2023 nötige Zwischenstation der Ernst-Abbe-Bücherei eröffnet.

Die passenden Titel aus dem Regal gezogen bei der gestrigen Eröffnung des Zwischendomizils der Ernst-Abbe-Bücherei in der alten Augenklinik: EAB-Leiterin Katja Müller mit „Heldentagen“ (Umzugsstress der letzten Tage!) und OB Thomas Nitzsche mit „Das Morgen ist immer schon jetzt“ (OB-amtlich erforderliche Weitsicht!).

Die passenden Titel aus dem Regal gezogen bei der gestrigen Eröffnung des Zwischendomizils der Ernst-Abbe-Bücherei in der alten Augenklinik: EAB-Leiterin Katja Müller mit „Heldentagen“ (Umzugsstress der letzten Tage!) und OB Thomas Nitzsche mit „Das Morgen ist immer schon jetzt“ (OB-amtlich erforderliche Weitsicht!).

Foto: Thomas Stridde

Da staunten viele Besucher bei der Eröffnung des Zwischendomizils der Ernst-Abbe-Bücherei (EAB) am Montag in der Früh: wie doch fast vollständig die Anzeichen der vormaligen Nutzung als Uni-Augenklinik perdu sind. Auf 1,4 Millionen Euro beläuft sich die Bausumme, die von der Stadt für die Umgestaltung berappt wurde. 2023 soll die EAB in einen Neubau am Engelplatz einziehen.

Immer wieder fiel in den Gesprächen nach der feierlichen Eröffnung und den ersten Rundgängen der Hinweis, dass man den Behelfsstatus der ehemaligen Augenklinik am Carl-Zeiß-Platz kaum bemerken würde, kennte man nicht den bisherigen EAB-Hauptsitz im Ostflügel des Volkshauses (das zum Kongresszentrum umgebaut wird). Den Unterschieden zwischen beiden Immobilien entspringt aber auch der Wermutstropfen, der am Zwischenstandort geschluckt werden muss: Die vielen weit kleineren Räume in der ehemaligen Augenklinik erfordern ein weit höheres Maß der Aufsicht insbesondere bei den schier unzähligen Veranstaltungen für Kinder. Der entsprechend erhöhte Personalaufwand ist aber nicht so einfach zu haben. EAB-Leiterin Katja Müller erläuterte, dass nach langen Verhandlungen mit der Verwaltung und dem Personalrat vorerst nur eine Lösung bleibt, um die ohnehin punktgenau kalkulierte Personalstruktur unberührt zu lassen: Am Montag wird die EAB-Hauptstelle vorerst geschlossen bleiben. Deshalb sei es in den nächsten Wochen eine zentrale Aufgabe ihres Teams, den tatsächlichen täglichen Nutzungsbedarf der einzelnen Räume und Bereiche zu messen, erläuterte Katja Müller, um dann neue Schlussfolgerungen für die Schichtdienst-Planung zu ziehen.

Zu den Gästen der Eröffnungsfeier gehörte am Montag OB Thomas Nitzsche (FDP). Nach dem Stöbern in einem Bücherregal gab er deutlich zu erkennen, dass er vor seiner OB-Zeit als Fachreferent in der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek tätig war. „Ganz wichtig – zum Schluss wieder das Buch ins Regel stellen!“

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