Jenaer Filmemacher lässt die Katze aus dem Sack

red
| Lesedauer: 2 Minuten
In der rund 40-minütigen Dokumentation „Die Rückkehr der Wildkatze“ ist der Jenaer Ökologe David Cebulla auf der Suche nach einer der scheusten und gefährdetsten Wildtierarten Deutschlands: der Europäischen Wildkatze.

In der rund 40-minütigen Dokumentation „Die Rückkehr der Wildkatze“ ist der Jenaer Ökologe David Cebulla auf der Suche nach einer der scheusten und gefährdetsten Wildtierarten Deutschlands: der Europäischen Wildkatze.

Foto: David Cebulla

Jena.  Sofa-Premiere des Films „Die Rückkehr der Wildkatze“: Dokumentation wird am 17. April online gezeigt.

Nicht im Kino, sondern auf dem heimischen Sofa lässt sich dieser Filmpremiere beiwohnen: Der Jena Ökologe David Cebulla zeigt angesichts der Corona-Krise seine Dokumentation „Die Rückkehr der Wildkatze“ am 17. April kurzerhand im Internet.

In der rund 40-minütigen Dokumentation ist Cebulla auf der Suche nach einer der scheusten und gefährdetsten Wildtierarten Deutschlands: der Europäischen Wildkatze. In einem wissenschaftlichen Vorprojekt gelang ihm zufällig der Erstnachweis in der Nähe von Jena. Daraufhin untersuchte David Cebulla mehr als ein Jahr lang in einem Monitoring mit Wildkameras und Lockstöcken das Wildleben in den Wäldern. „Besonders stolz bin ich darauf, dass ich diese extrem scheuen Tiere wirklich filmen und nachweisen konnte“, sagt er.

Zu sehen sind ausschließlich freilebende Wildkatzen

Das Bemerkenswerte an seinem Film ist, dass ausschließlich freilebende Wildkatzen gezeigt werden. Anders als üblich kommt er damit ohne Aufnahmen aus Wildgehegen aus. Um mehr über die Tiere zu erfahren, trifft David im Laufe des Filmes zwei Interviewpartner. Der Thüringer Wildkatzenexperte Silvester Tamás (NABU) beantwortet Fragen zur Bestandsentwicklung und zum Artenschutz. Matthias Krüger, Chef-Präparator im Phyletischen Museum Jena, erklärt, was wir aus Totfunden von Wildkatzen schließen können.

Appell für Natur- und Artenschutz vor der eigenen Haustür

Anlässlich der Verleihung des Walter-Dexel-Stipendiums 2019 an David Cebulla wies bereits der Vorsitzende des Kulturausschusses, Jörg Vogel (SPD), als Laudator auf Cebullas besondere Verbindung aus Ökologie und Filmschaffen hin. Mit wichtiger Aufklärungsarbeit trägt nun auch der neue Film nicht nur zum Schutz der Flaggschiff-Art Wildkatze bei, sondern zu dem der gesamten Flora und Fauna in ihren Habitaten. „Dieser Film ist ein visueller Appell für Natur- und Artenschutz vor der eigenen Haustür“, sagt der Filmautor.

Die Online-Premiere des Films findet am 17. April ab 19 Uhr statt. Im Anschluss kann die um Jena entstandene Doku gekauft oder ausgeliehen werden. Vor Weihnachten soll der Film auch auf DVD erscheinen. https://www.holymountains.de/wildkatze

Lesen Sie hier mehr Beiträge aus: Jena.