Jenaer Kulturarena zieht 67.000 Besucher an

Jena  Festival zieht positive Bilanz, auch wenn die Gästezahl unter der des Vorjahres liegt.

Den Sorte Skole trat begleitet von einer Lichtshow auf der Bühne des Theaterhauses auf.

Den Sorte Skole trat begleitet von einer Lichtshow auf der Bühne des Theaterhauses auf.

Foto: Tino Zippel

Die diesjährige Jenaer Kulturarena zählte insgesamt 67.000 Gäste. Damit erreichte das Festival nicht ganz das Ergebnis des Vorjahres; 2018 zog es 70.000 Besucher an.

Dennoch ist Produktionsleiter Kristjan Schmitt „absolut zufrieden“: „Es war eine qualitativ sehr hochwertige Kulturarena“, sagt er. „Wir hatten 14 ausverkaufte Veranstaltungen.“ Lediglich ein Kinoabend habe wetterbedingt ausfallen müssen.

Insgesamt bot die Kulturarena vom 5. Juli bis 25. August mehr als 60 Veranstaltungen: zwei Mal Arena-Ouvertüre, sechs Mal Theaterspektakel, 30 Konzerte, 15 Filmvorführungen, fünf Kinderveranstaltungen und zwei Arena-Specials im Klima-Pavillon.

Zu den ausverkauften Konzerten zählten etwa die Veranstaltungen mit der bayerischen Bläsertruppe LaBrassBanda, mit Roberto Fonseca und der Jenaer Philharmonie, mit Popsänger Bosse, dem Moka Efti Orchestra aus der TV-Serie „Babylon Berlin“, dem britischen Popstar Tom Odell, der deutschen Indie-Popband Giant Rooks und dem Schweizer Faber.

In einem langen Konzertsommer gibt es natürlich auch Gastspiele, denen Produktionsleiter Schmitt mehr Publikum gewünscht hätte, zum Beispiel dem US-amerikanischen Jazzsänger José James oder der Geschwisterformation Les Ogres de Barback. „In Frankreich würde die Band ein Stadion füllen“, sagt Kristjan Schmitt. „Hier spielten sie vor knapp 1000 Leuten. Das ist schade, aber nicht zu ändern“.

Budget liegt bei einer Million Euro

Letztlich zeichne die Kulturarena gerade dieser Mix aus bekannten und unbekannteren Musikern aus. „Wir haben große Konzerte, bei denen man ein bisschen Geld verdienen kann, mit dem wir dann kleinere Konzerte internationaler Künstler querfinanzieren können“, erläutert Kristjan Schmitt.

Das Budget betrug wie in den vergangenen Jahren rund eine Million Euro, der Eigenanteil liegt bei stattlichen 60 bis 70 Prozent. Der Rest speist sich aus Zuschüssen von Land und Stadt sowie aus Sponsorengeldern – wobei der Anteil des Freistaates gerade mal ein Prozent ausmacht.

Ortswechsel im kommenden Jahr

Für die kommenden zwei Jahre stehen große Veränderungen ins Haus: Wegen Bauarbeiten in der Stadt zieht das Festival vorübergehend ins Paradies - Jenas großem Parkgelände an der Saale.

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