Kantersieg für Jena-Zwätzen

Jena  Fußball: 6:0 triumphiert das Team von Daniel Sander über Traktor Teichel in der Landesklasse

Markus Strobel,zweifacher Torschütze, prüft mit einem Freistoß Teichels Abwehr.

Markus Strobel,zweifacher Torschütze, prüft mit einem Freistoß Teichels Abwehr.

Foto: Peter Poser

Das halbe Dutzend beim Kantersieg der Zwätzener gegen Teichel machte Geburtstagskind Erik Tauch mit seinem dritten Saisontreffer voll (82.). Es war quasi ein Geschenk der Mitspieler an den Kollegen aus der Abwehr. Markus Strobel hatte die Defensive der Gäste genarrt, hätte frei vor dem Kasten selbst abschließen oder den frei stehenden Leon Kettwig bedienen können. Der aber hielt sich zurück, forderte die Kugel nicht, und Strobel wartete, bis der heranstürmende Tauch zur Stelle war, den Querpass veredeln konnte.

Sein Trainer, Daniel Sander, nannte die Art und Weise des Sieges „einfach schön“: „Das war Balsam für die Seele, denn wir hatten uns alle gefragt, ob wir noch gewinnen können.“

Der überzeugende Erfolg hatte neben der eigenen guten Leistung noch eine andere Ursache. In der 31. Minute, bis dato stand es nur 1:0 (28.) für die Platzherren durch Stefan Ungers Kopfballtor nach Ecke Tauch, mussten die Gäste den Verlust ihres oberligaerfahrenen Mittelfeldstrategen Rene Kirsten verkraften, was sich fortan deutlich bemerkbar machte. Bis zur Pause hielten sie noch stand, hätten durch Halbauers Freistoß aufs Tornetz fast den Ausgleich erzielt (41.), dann entschied ein Doppelschlag das Spiel früh. Unger chipte einen Ball über die Kette in den Lauf von Strobel, der loszog und flach ins rechte untere Eck zum 2:0 (46.) vollendete. Diese Ecke sollte man sich merken. Denn auch Jan-Lukas Bernewitz traf beim 3:0 (50.) von der Strafraumgrenze genau dorthin, nachdem er beim Querpass per Körpertäuschung seinen Gegenspieler ins Leere hatte laufen lassen. Der Rest war Zugabe. Bernewitz legte von der Grundlinie für Strobel auf - 4:0 (62.). Das Fünfte (68.) war ein ganz Abgezocktes. Axel Printschler hatte die zurückgezogenen Teicheler alle vor sich, deshalb entschied er sich, einen Schuss, der sicher hängen geblieben wäre, nur anzutäuschen, um dann quasi unter dem Radar durch das Abwehrbollwerk zu huschen und, richtig, unten rechts zu treffen.

Die Nordjenaer bleiben damit oben dran. Vielleicht wird das bald kommende Derby in Kahla zum Ende der Hinrunde, diesmal schon im November, ein echtes Spitzenspiel.

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