Knochen auf Baustelle in Lobeda-West gefunden – Kripo Jena ermittelt

Lobeda-West.  Am Mittwochnachmittag wurden auf der Baustelle der Sportschwimmhalle in Lobeda-West mehrere Knochen gefunden.

Auf der Baustelle der Sportschwimmhalle in Lobeda-West in Jena wurden am Mittwochnachmittag Knochen gefunden Sie wurden von der Kripo Jena in die Rechtsmedizin zur Untersuchung gebracht.

Auf der Baustelle der Sportschwimmhalle in Lobeda-West in Jena wurden am Mittwochnachmittag Knochen gefunden Sie wurden von der Kripo Jena in die Rechtsmedizin zur Untersuchung gebracht.

Foto: Jens Henning

Ob es sich dabei möglicherweise um Menschen-Knochen handelt, dazu wollte sich von den Vertretern vor Ort niemand äußern. Der Baggerfahrer, der die Knochen entdeckte, stellte sofort seine Arbeiten ein und informierte die Bauleitung. „Wir haben dann in unserer Leitstelle angerufen und Hilfe angefordert“, sagte Susan Zetzmann, Geschäftsführerin der Jenaer Bäder und Freizeit GmbH.

Wenige Minuten später standen die Vertreter der Jenaer Kriminalpolizei am Fundort, der sich auf Höhe des Basketballplatzes des angrenzenden Sportkomplexes und des Kauflandes befindet. Der großen Menschenauflauf blieb auch von den Passanten an der Straßenbahn-Haltestelle nicht unbemerkt. Vom Bauzaun verfolgten sie die Bewegungen auf der Baustelle. Einige zückten ihr Handy und fertigten Fotos an.

Die Kripo-Leute nahmen einige Knochen mit und brachten sie zum Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Jena. Laut Zetzmann wird mit einem ersten Ergebnis erst am Donnerstag gerechnet.

Wie unsere Recherchen ergaben, müssen die Knochen offenbar schon sehr lange an dem Ort gelegen haben. Die Knochen konnten von den Beteiligten vor Ort nicht eindeutig zugeordnet werden.

Jetzt sind die Fachleute gefragt. Bei der Begutachtung von unbekannten Knochen spricht man von einer forensisch-anthropologischen Begutachtung. Neben den Fragen nach Geschlecht, Alter und Individualitätsmerkmalen wird auch die Frage der Liegezeit beantwortet. Erste Antworten gibt es meist nach einem Schnelltest.

Bis das Ergebnis der Untersuchung der Fachleute noch nicht vorliegt, ruhen ab sofort die Arbeiten auf diesem Teil der Baustelle.

Laut Zetzmann befinden sich an der Stelle noch mehrere Knochen. Die Bäder-Chefin wollte sich nicht an Spekulationen beteiligen. „Wir müssen erst die Untersuchungen abwarten, ehe wir verlässliche Aussagen treffen können. Wir wollen auch verhindern, dass sich Unbekannte in der Nacht- und Nebel-Aktion am Fundort zu schaffen machen.“ Der Fundort wurde nicht zusätzlich abgesperrt.