Meine Woche: Vom Valentin zum Regenwurm

Thorsten Büker über Dinge, die uns bewegen: Essen, Fußball und eine Jungfernfahrt.

Thorsten Büker

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Foto: Thomas Beier

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Hätten Sie es gewusst? Heute ist Tag des Regenwurms. Kurz nach dem Valentinstag, weshalb ich über die Halbwertzeit von Beziehungen nachdenke. „Du Wurm!“ dürfte schon mal fallen, wenn er und sie sich streiten. Irgendjemand meinte: Kleine Tiere seien wunderbare Kosewörter, die den Beginn einer Beziehung markierten. Zum Ende würden die Tiere deutlich wachsen: Vom Mäuschen zur Kuh quasi.

Womit wir in der Gastronomie wären. Ich fand es bemerkenswert, was Küchenchef Christian Hempfe über den enormen Druck in der Spitzengastronomie sagt. Dass Sterne, Punkte und Hauben nicht glücklich machen, wenn die Gesundheit darunter leidet. Man kann verstehen, wenn das Magazin Falstaff über die Erfurter Köchin Maria Groß schreibt: Aus tiefer innerer Überzeugung wandte sie sich von der Sterneküche ab. Zumindest sollte es ein Auftrag sein, über den Wert von Lebensmitteln nachzudenken. Was würden Sie für ein gutes Essen ausgeben? Und wieviel Geld investieren Sie in Unterhaltungselektronik?

Nachdem gefühlt die halbe Bundesrepublik zurückgetreten ist – inklusive Jürgen Klinsmann –, sollten wir uns wieder den wichtigen Themen widmen: Der schönste Termin der kommenden Woche ist eine Jungfernfahrt: Die ersten drei Busse mit einem „E“ im Kennzeichen starten in Jena in den Linienbetrieb. Die E-Busse summen leise auf der Linie 15 dahin, also zwischen dem Westbahnhof und dem Rautal. Mit von der Partie: der Oberbürgermeister, Geschäftsführer des Nahverkehrs und ein Vertreter des Ministeriums, das ohne Minister zumindest strategisch nicht ganz auf der Höhe der Zeit sein dürfte. In der Presseeinladung heißt es, dass ein Snack gereicht wird. Damit sind wir wieder beim Essen. Kann man Regenwürmer essen?

Einen gelungenen Humor-Beitrag zu den Eruptionen in der Politik lieferte übrigens „Die Partei“. In Anlehnung an den baden-württembergischen Slogan „Wir können alles. Außer Hochdeutsch“ heißt es: „Thüringen: Wir können alles, außer Politik und Fußball.“ Mal schauen, was der FCC am Sonntag auftischt.

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