Neue Brücke an der Jenaer Carl-Zeiss-Promenade nötig

Jena  Ersatzneubau-Brücke für Fußgänger. Carl-Zeiss-Promenade: doch nur Sanierung nötig

Zwischen Jahnstraße und Lommerweg wird in Höhe Riedstraße die Leutra-Fußgängerbrücke erneuert

Zwischen Jahnstraße und Lommerweg wird in Höhe Riedstraße die Leutra-Fußgängerbrücke erneuert

Foto: Thomas Stridde

Voraussichtlich Mitte Oktober wird die alte Leutra-Fußgängerbrücke zwischen Jahnstraße und Lommerweg durch eine neue ersetzt sein. Das hat gegenüber unserer Zeitung Steffen Schulz bestätigt. Der Abteilungsleiter für Bau- und Qualitätsmanagement beim städtischen Eigenbetrieb KSJ erläuterte, dass die alte Brücke, die den Fußweg zwischen Riedstraße und Ziegelmühlenweg ermöglicht, „insgesamt sehr schlechte Zustandsnoten" erhalten hatte. Ermittelt werden derlei Einschätzungen im festen Prüfzyklus: alle sechs Jahre die Haupt-, alle drei Jahre die einfache Prüfung und jährlich eine Sichtprüfung. „Durchgefallen“ war die Brücke wegen des Geländers, aber auch wegen der Mängel an den Natursteinwiderlagern.

Die Arbeiten an der künftigen Stahlbeton-Rahmenbrücke mit Naturstein-Verblendung laufen seit Mitte Juni. Sie wird – von Betonpfeilern getragen – die Leutra 3,30 Meter breit und 6,20 Meter lang überspannen. Zum Neubau gehört ein historisiertes Geländer, wie von Steffen Schulz zu hören war. Nach seinen Angaben sind Gesamtkosten von 400.000 Euro veranschlagt.

Belastungsgutachten an anderem Problem-Bau

Es werde versucht, die Durchgangsbewegungen am viel genutzten Lommerweg so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. „Die Übergangsgestaltung macht dann aber auch mal Sperrungen nötig“, sagte Schulz. Er hofft auf Verständnis der Bürger, obwohl er von der ausführenden Firma gehört hat, dass schon mehrfach Bauzäune einfach aufgeschraubt worden sind.

Verhalten optimistisch schaut Steffen Schulz auf die Entwicklungen rund um eine verkehrlich weit bedeutsamere Brücke: die Industriebrücke am Süd-Ende der Carl-Zeiss-Promenade zwischen Lichtenhain und dem Zeiss-Firmensitz (Bau 6/70). Der Zustand des Bauwerks bereitet den Experten schon seit Jahren Sorgen. Insbesondere für den Unterbau der 48 Jahre alten Stahlbrücke gab‘s schlechte Noten, weshalb voriges Jahr festgelegt worden war, dass sie von Lastkraftwagen nur noch in einer Richtung befahren werden darf. Der „Begegnungsfall“ zweier Brummis auf der Brücke musste ausgeschlossen werden.

Das jüngste Belastungsgutachten habe gezeigt, „dass wir den Zustand der Teilsperrung noch mal halten können“. Fest stehe zudem, dass die Brücke saniert werden kann und nicht durch eine neue ersetzt werden muss. Dafür seien eine Verstärkung der Stahlkonstruktion und Arbeiten an den Widerlagern vonnöten.

Offen ist es nach Steffen Schulz‘ Darstellung, wann die Sanierung in Angriff genommen werden kann. Eine Variante sei es, die Erneuerung im Zuge des angelaufenen Straßenbaus an der Tazendpromenade, Höhe Berthold-Koch-Platz, zu starten. „Wir wollen das so zeitnah wie möglich machen. Mein Wunsch wäre da schon das Jahr 2020.“

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