Nur Rostock holt mehr neue Spieler als der FCC – Kwasniok kritisiert frühen Saisonstart

Jena  Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena plant vorerst keine weiteren Zugänge. Trainer Kwasniok kritisiert Auswirkungen auf den Transfermarkt durch unterschiedlichen Saisonstart in den Ligen.

FCC-Trainer Lukas Kwasniok kritisiert den früheren Start der 3. Liga gegenüber der zweiten und ersten Bundesliga.

FCC-Trainer Lukas Kwasniok kritisiert den früheren Start der 3. Liga gegenüber der zweiten und ersten Bundesliga.

Foto: Tino Zippel

530 Transfers haben die 20 Fußball-Drittligisten in diesem Sommer getätigt und waren damit auf dem Markt so aktiv wie schon lange nicht mehr. Laut Deutscher Presse-Agentur waren es 2018 noch 496 und im Vorjahr 478 Transfers.

Einen großen Anteil daran hatte auch der FC Carl Zeiss Jena. Gleich 16 externe neue Spieler holten die Thüringer. Dazu zählt auch Stürmer Julian Günther-Schmidt, der zuvor von Bundesligist FC Augsburg ausgeliehen war und nun fest verpflichtet wurde. Nur der FC Hansa Rostock hat mit 17 externen Zugängen noch einen Spieler mehr als die Jenaer verpflichtet, die sich in dieser Statistik den zweiten Platz mit Zweitliga-Absteiger MSV Duisburg und den Würzburger Kickers teilen.

Die 13 Abgänge der Thüringer fallen dazu vergleichsweise moderat aus. Spitzenreiter sind hier Duisburg, der FC Ingolstadt sowie der 1. FC Magdeburg, die jeweils 20 Akteure aus dem bisherigen Kader ziehen ließen.

Bis zur Eröffnung der Winter-Transferperiode dürfen nur noch vertragslose Spieler verpflichtet werden. Die Jenaer, die nach der Verletzung von Jannis Kübler (drei Monate Pause wegen Schulter-OP) noch Ausschau nach einem Sechser hielten, nehmen davon Abstand. „Maximilian Rohr hat im Spiel gegen Magdeburg gezeigt, dass er auf dieser Position eine sehr gute Alternative ist“, sagt FCC-Geschäftsführer Chris Förster.

Trainer Lukas Kwasniok kritisiert den früheren Start der 3. Liga gegenüber der zweiten und ersten Bundesliga. Erfahrungsgemäß würden kurz nach Saisonbeginn in den höheren Klassen Kicker auf den Markt kommen, die für Drittligisten interessant sind. Diese könnten die Verstärkungen aber erst unter Vertrag nehmen, wenn sie schon eine ganze Reihe Partien absolviert hätten. Als Beispiele nannte er aus Jenaer Sicht Dominic Volkmer und Manuel Maranda.

Änderungen als Erfolgsrezept beim FC Carl Zeiss Jena – Volkmer fällt verletzt aus

Zu den Kommentaren