Ortsteilrat Zwätzen unterstützt Linie 42

Jena  Montag bis Freitag soll tagsüber jede Stunde ein Jenaer Bus ins Himmelreich fahren und abends und am Wochenende ein Anrufsammeltaxi.

An der Haltestelle Flurweg soll der Bus aus dem Himmelreich Anschluss an die Straßenbahn haben. Stadtrat Guntram Wothly traf hier Waldemar Kühner und Dieter Kujat vom Ortsteilrat Zwätzen.

An der Haltestelle Flurweg soll der Bus aus dem Himmelreich Anschluss an die Straßenbahn haben. Stadtrat Guntram Wothly traf hier Waldemar Kühner und Dieter Kujat vom Ortsteilrat Zwätzen.

Foto: Thomas Beier

Für die bessere ÖPNV-Anbindung des Himmelreichs unterstützt der Ortsteilrat Jena-Zwätzen die Idee für eine Linie 42: Den Buspendelbetrieb in das Wohngebiet soll der Jenaer Nahverkehr übernehmen. Der Bus würde montags bis freitags von 5.30 Uhr bis 18.30 etwa stündlich fahren. Abends und am Wochenende sowie an Feiertagen soll es ein Anrufsammeltaxi geben. An der Haltestelle „Flurweg“ erhalten die Fahrgäste Anschluss an die Straßenbahn. Am 1. Juli soll es losgehen.

Der Vorschlag wird am Donnerstagabend als Antrag des Ortsteilbürgermeisters in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses eingereicht.

Die Idee der Stadtverwaltung, nur am Wochenende einen städtischen Bus pendeln zu lassen und die Anbindung unter der Woche dem Landkreis-Busunternehmen JES zu überlassen, war im Ortsteil nicht gut angekommen. Die Verwaltung hatte dies mit Geldmangel wegen Corona begründet. Dem steht ein Stadtratsbeschluss gegenüber, ab 2020 jedes Jahr drei Prozent mehr für den Nahverkehr in Jena auszugeben. In eine Petition hatten im Spätsommer letzten Jahres 676 Unterstützer die sofortige Wiederaufnahme des Pendelbetriebes ins Himmelreich gefordert, den es während der Bauarbeiten in Löbstedt gegeben hatte.

Guntram Wothly (CDU), der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, unterstützt den Antrag aus Zwätzen. „Wir müssen hier auch endlich mal zu einer Lösung kommen“, sagt er. Zur Kostensenkung sollen geeignete Fahrten des JES in die Linie 42 integriert werden. Der Bus soll eine Zwischenlösung sein, bis die Straßenbahnstrecke verlängert ist.

Die Zwätzener greifen mit der Linie 42 den Vorschlag auf, den der Jenaer Nahverkehr als „die sinnvollste Variante hinsichtlich des Kosten-Nutzen-Verhältnisses“ dargestellt hatte.