Portal informiert zu Außenlagern des KZ Buchenwald

Rote Nelken zum Gedenken vor dem Lagertor des KZ Buchenwald

Rote Nelken zum Gedenken vor dem Lagertor des KZ Buchenwald

Foto: Peter Michaelis

Jena.  Das Projekt „Buchenwald war überall“ vermittelt auch Informationen zu den beiden Jenaer Außenlagern.

Ein neues Portal des Fördervereins Buchenwald macht auf das Netzwerk von Außenlagern in der Zeit des Nationalsozialismus aufmerksam. „Buchenwald war überall“ heißt es auf dem Internetauftritt. Dabei werden auch Informationen zu den zwei Jenaer Außenlagern vermittelt.

Auf dem heutigen Gelände des Baumarktes in Jena-Löbstedt befand sich einst das Reichsbahnausbesserungswerk (RAW). „Bis zu 942 überwiegend osteuropäische Häftlinge wurden dort zur Reparatur beschädigter Eisenbahnwaggons gezwungen. Vor Ort kam es zu mehreren Hinrichtungen und weiteren Todesfällen“, wird informiert. Im April 1945 wurden sie zum Todesmarsch getrieben.

Ein Räumkommando aus Häftlingen wurde zudem von der damaligen Stadtverwaltung Jena eingesetzt. Die Menschen mussten nach Bombenangriffen aufräumen und Blindgänger beseitigen.

Im Saale-Holzland-Kreis errichteten die Nationalsozialisten 1944 auf dem Gelände der Luftwaffenmunitionsanstalt Oberndorf ein KZ-Außenlager.

Das Ziel des Fördervereins Buchenwald ist, auf die 140 Außenlager von Buchenwald hinzuweisen. Über Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen bis nach Nordrhein-Westfalen und Frankreich sowie Polen zogen sich die Lager. Für die Internetseite wurden in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen und kommunalen Unterstützern die Informationen zusammengetragen.

Projekt „Buchenwald war überall - Netzwerk der Außenlager“ erreichbar unter www.aussenlager-buchenwald.de