Protest gegen Jenoptik-Rüstungsexport

Jena  Friedensaktivisten machten in Jena auf Geschäfte mit den Vereinigten Arabischen Emiraten aufmerksam.

Der Trägerkreis Rüstungskonversion protestiert vor der Jenoptik-Zentrale gegen den Export von Stromaggregaten für das Patriot-Luftabwehrsystem an die Vereinigten Arabischen Emirate.

Der Trägerkreis Rüstungskonversion protestiert vor der Jenoptik-Zentrale gegen den Export von Stromaggregaten für das Patriot-Luftabwehrsystem an die Vereinigten Arabischen Emirate.

Foto: Katja Dörn

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Gegen den Export von Rüstungswaren protestierten am Freitagnachmittag sechs Mitglieder des Trägerkreises Rüstungskonversion. Vor der Jenoptik-Zentrale in der Carl-Zeiss-Straße machten sie darauf aufmerksam, dass das Unternehmen Stromaggregate für das Luftabwehrsystem „Patriot“ an die Vereinigten Arabischen Emirate verkauft. Eine Genehmigung dafür gab der Bundessicherheitsrat vergangene Woche und löste Kritik aus, da die Emirate am Krieg gegen den Jemen beteiligt waren.

Die Nachricht hat die Mitglieder des Trägerkreises zur kurzfristigen Protestaktion bewogen. Sie brachten als Symbol aufgeblasene Raketen vor den Jenoptik-Eingang. „Der Jemen hat schon genug Probleme“, sagt Mitglied Nikolaus Huhn, nun würden die Gegner weiter militärisch aufgerüstet. „Wir wollen das nicht unwidersprochen lassen“, erklärte er.

Dem Trägerkreis sei bewusst, dass Jenoptik im Sommer verkündet hat, seine Rüstungssparte Vincorion mit den Produktionsstandorten in Wedel, Essen und Altenstadt zu verkaufen. Das Problem der Rüstungsexporte sei damit aber nicht aufgelöst, sondern verschiebe sich nur. Ansonsten sei man in guten Gesprächen mit Jenoptik-Vorstandsvorsitzende Stefan Traeger. „Er ist sehr gut ansprechbar, auch auf ethische Fragen“, sagt das Trägerkreis-Mitglied.

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