Rasen im Jenaer Stadion wird zumindest vorerst nicht ausgetauscht

Jena  Der FC Carl Zeiss Jena kann auf gewohntem Geläuf starten: Wieso doch kein Tausch im Ernst-Abbe-Sportfeld erfolgt.

Für die neue Saison präpariert: Karl-Hermann Kliewe, Werkleiter Kommunale Immobilien Jena, auf der Tribüne im Ernst-Abbe-Sportfeld.

Für die neue Saison präpariert: Karl-Hermann Kliewe, Werkleiter Kommunale Immobilien Jena, auf der Tribüne im Ernst-Abbe-Sportfeld.

Foto: Tino Zippel

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Rasen im Jenaer Stadion wird zumindest vorerst nicht ausgetauscht. Laut Karl-Hermann Kliewe, Werkleiter der Kommunalen Immobilien Jena, wird es gelingen, den Rasen „in einem tipptopp Zustand“ zum ersten Heimspiel des FC Carl Zeiss Jena am kommenden Montag zu präsentieren.

Eine Anfrage zum Stadion­rasen in Jena hatte im Mai für Aufsehen gesorgt. Ausgerechnet die Grünen hakten im Stadtrat nach, ob nicht ein Tausch vonnöten sei. Sportdezernent Benjamin Koppe bestätigte damals, dass sich der FC Carl Zeiss Jena im Jahr 2007 beim Einbau der Rasenheizung verpflichtet habe, alle drei Jahre neuen Rasen zu verlegen. Bislang sei das aber noch nie geschehen. Auch jetzt hält der Klub einen Tausch, der inklusive neu eingekauftem Rollrasen etwa 150.000 Euro kostet, für nicht erforderlich.

Sechs Platzwarte und Gärtner seien im Einsatz

„Der guten Pflege ist es zu verdanken, dass der Lebenszyklus verlängert wurde“, sagt Werk­leiter Kliewe. Die Kommunalen Immobilien treiben seinen Worten zufolge großen Aufwand, um das Grün auf allen Plätzen im weitläufigen Ernst-Abbe-Sportfeld zu pflegen. Sechs Platzwarte und Gärtner seien im Einsatz und hatten in der Spielpause die meiste Arbeit. „Allein 30 Tonnen Sand haben wir in diesem Sommer pro Platz ausgebracht“, berichtet Kliewe. Das Ziel sei, eine bessere Belüftung zu erreichen. Das Team stach auch Löcher in den Untergrund, damit sich das Wurzelwerk nicht zu stark verdichtet und deshalb abstirbt. „Pro Woche sind 50.000 Quadratmeter Rasen zu mähen, also jeder Platz einmal.“

Insbesondere für den Hauptplatz gelte, dass „die vorbeugende Instandhaltung die Wahrung des Sollzustandes“ ermögliche. „Wir empfehlen den Tausch, weil die Rasen­fläche aus unserer Sicht das Ende ihres Lebens­zyklus erreicht hat“, sagt Kliewe. Der Aufwand der Instand­haltung steige, weil das Wurzelwerk bereits stark verdichtet sei. Das könne vor allem in den Wintermonaten zu Problemen führen. Nach der klaren Ansage des FC Carl Zeiss, keinen Tausch vornehmen zu wollen, werde sein Team weiter das Beste geben, um das Grün zu erhalten. Dazu gehörte, in der Sommerpause Schadstellen mit neuem Rasen zu flicken.

Rasen auch ein Aushängeschild für die Stadt Jena

In gewisser Weise ist der gut gepflegte Rasen auch ein Aushängeschild für die Stadt Jena. Schließlich sehen nicht nur die Fans im Stadion das Spielfeld, sondern auch viele Zuschauer am Fernseher. Der Deutsche Fußball-Bund lässt per Studie erheben, wie viele Menschen die Live-Übertragungen einschalten oder die Berichte beispielsweise in der Sportschau auf dem Schirm holen.

Nach dem nun vorliegenden Saison­fazit kommt der FC Carl Zeiss insgesamt auf 180,45 Millionen Zuschauer in der dritten Liga und im DFB-Pokal. „Damit sind wir in den kumulierten TV-Reichweiten Spitzenreiter der dritten Liga“, sagt Klubsprecher Andreas Trautmann nicht ohne eine Portion Stolz.

Warum nur eine Halbzeit gegen Halberstadt für FC Carl Zeiss richtig gut lief

FC Carl Zeiss Jena teilt sein neues Trikotdesign mit anderen Drittligisten

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.