Rezension: Riesenbeifall für traditionelle Jenaer Bläserweihnacht

Hans Lehmann
| Lesedauer: 2 Minuten
Die Brass Band Blechklang gestaltet wieder die traditionelle Bläserweihnacht in der Jenaer Stadtkirche.

Die Brass Band Blechklang gestaltet wieder die traditionelle Bläserweihnacht in der Jenaer Stadtkirche.

Foto: Ulrich Richter

Jena.  Der unverwechselbare Klang der Jenaer „Brass Band Blechklang“ beim traditionellen Konzert begeisterte die Zuhörer.

Auch dieses Jahr die Stadtkirche St. Michael ausverkauft zum traditionellen Konzert der Jenaer „Brass Band Blechklang“ unter Leitung von Alexander Richter mit dem Motto „Märchenhaftes zur Weihnachtszeit“.

In der Tat, diesem über die Stadtgrenzen hinaus bekanntem Spitzenensemble gelingt es immer wieder mit gestalterischer Perfektion und besonderem Klang für Aufmerksamkeit zu sorgen, so auch dieses Mal mit dem populären „Abendsegen“ aus „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck beginnend. Hier wie bei allen folgenden Titeln ist es Sache von Arrangeuren, die Titel in dieser Besetzung zu arrangieren. So bei „Kingdom Triumphant“, „Harry Potter und der Feuerkelch“, oder „Leise rieselt der Schnee“, um einige der 9 Titel zu nennen. Wunderbare Soli, zum Beispiel bei „Der einsame Hirte“ von James Last von Márk Sirok auf der Trompete geblasen, aber auch aus anderen Stimmgruppen einschließlich Schlagwerk gab es immer wieder Virtuoses zu hören, wobei vom Anfang bis zum Ende der unverwechselbare Sound dieser Band wunderbar durch die Stadtkirche hallte.

Immer wieder reicher Zwischenapplaus

Quasi spannende Szenerie mit der Filmmusik „Der Polarexpress“ oder Peter Grahams „Phoenix“ im wahrsten Sinne feurig. Wer denkt bei „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ mit der Musik von Karel Svoboda nicht an den populär gewordenen DEFA-Film. Was wären die Konzerte ohne den Moderator Thomas Rothhardt, der immer wieder wichtige Informationen zu den einzelnen Stücken gab und diesmal mit der Lesung eines ungewöhnlichen Heiligen Abends aus der Feder vom Erfolgsautor Markus Heitz für Humor sorgte und Neugier für den Roman zu wecken wusste. Immer wieder reicher Zwischenapplaus für Alexander Richter und die Band.

Nach der „Nussknacker-Suite von Tschaikowsky zwei Zugaben, zuletzt mit Tuba-Solo und das „Stille Nacht, heilige Nacht“ (1819) nach dem Jubiläum im vorigen Jahr wieder mit dem Publikum gemeinsam, dargeboten.