Einmalig in Europa: Schneller sein im Kampf gegen Infektionskrankheiten

Jena.  Vier Jenaer Einrichtungen unterzeichnen Kooperationsvertrag für einmalige Infrastruktur für Gesundheitstechnologie. 124 Mio Euro Fördermittel für Zentrum der Spitzenforschung

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags für das Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung im Senatssaal der Universität Jena: Brunhilde Seidel-Kwem (Kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikums), Walter Rosenthal (Präsident der Friedrich-Schiller-Universität), Axel A. Brakhage (Direktor Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut) und Jürgen Popp (Wissenschaftlicher Direktor Leibniz-Institut für Photonische Technologien).

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags für das Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung im Senatssaal der Universität Jena: Brunhilde Seidel-Kwem (Kaufmännischer Vorstand des Universitätsklinikums), Walter Rosenthal (Präsident der Friedrich-Schiller-Universität), Axel A. Brakhage (Direktor Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut) und Jürgen Popp (Wissenschaftlicher Direktor Leibniz-Institut für Photonische Technologien).

Foto: Leibniz-IPHT

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Das neue Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung (LPI) in Jena startet zum 1. Juli – parallel zum Aufbau seiner administrativen Strukturen – mit konkreten Projekten zur Erforschung lichtbasierter Technologien für die Diagnostik und Therapie von Infektionskrankheiten. Am Mittwoch unterzeichneten die vier Partner einen Kooperationsvertrag.

Die Corona-Pandemie führt uns vor Augen, wie dringend wir neue Ansätze im Kampf gegen Infektionskrankheiten brauchen. Das LPI schafft hier in Jena eine europaweit einmalige Forschungsinfrastruktur für internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, um solche Lösungen gemeinsam zu erforschen und schnell auf den Markt zu bringen“, sagt Jürgen Popp, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) und Sprecher des neuen Forschungszentrums.

Zentrum soll 2026 fertig sein

Das vom Bund mit 124 Millionen Euro zu fördernde Zentrum wird getragen von vier Jenaer Partnern: der Friedrich-Schiller-Universität Jena, dem Universitätsklinikum, dem Leibniz-IPHT sowie dem Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (Leibniz-HKI). Die offizielle Aufbauphase für das neue Leibniz-Zentrum beginnt im Januar 2021. Ab 2026 soll das Zentrum Spitzenforschenden aus der ganzen Welt offen stehen.

„Dieser Forschungsneubau auf dem Gelände unseres Klinikums profiliert den Campus in Lobeda nicht nur als zentralen Standort interdisziplinärer universitärer Patientenversorgung, sondern auch als Integrationszentrum von klinischer Forschung und Grundlagenforschung“, sagt Brunhilde Seidel-Kwem, Sprecherin des Vorstands des Universitätsklinikums Jena.

Bedrohung durch Infektionskrankheiten

„Wir erleben derzeit, wie rasant sich eine Pandemie in unserer globalisierten Welt ausbreiten kann. So rasant, dass kaum Zeit bleibt, angemessen zu handeln“, betont Jürgen Popp. Eine weitere Bedrohung sei die Ausbreitung multiresistenter Keime.

Jeden Tag würden 2000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit Bakterien sterben, gegen die kein Antibiotikum mehr helfe. Infektionskrankheiten zählten zu den häufigsten Todesursachen weltweit.

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