Science City Jena schlägt Schalke 04

Jena.  Die Basketballer von Science City Jena gewinnen in der 2. Bundesliga ProA ihr Heimspiel verdient gegen tapfer kämpfende Knappen.

Julius Wolf (Jena) mit dem Dunking gegen den Schalker Björn Rohwer.

Julius Wolf (Jena) mit dem Dunking gegen den Schalker Björn Rohwer.

Foto: Christoph Worsch

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Science City Jena hat nach der Niederlage im Spitzenspiel gegen Chemnitz schnell zurück in die Erfolgsspur der 2. Bundesliga ProA gefunden. Am Samstagabend besiegten die Thüringer im Heimspiel den FC Schalke 04 Basketball mit 88:77.

Neben Trainer Frank Menz, der aus gesundheitlichen Gründen voraussichtlich bis März eine Auszeit nehmen muss, musste Science City am Samstagabend auch noch auf die verletzten Oliver Mackeldanz (grippaler Infekt), Brad Loesing (Sprunggelenksverletzung) und Lars Lagerpush (entzündetes Knie) verzichten. Dadurch war die Favoritenrolle im Duell des Dritten gegen den Tabellen-15. gar nicht so deutlich vergeben. Zumal die Knappen auch schon gegen stärkere Gegner ihre Klasse nachgewiesen hatten.

Gegen die Thüringer gelang das den Gelsenkirchenern im ersten Viertel aber nicht. Science City gab vor 1924 Zuschauern zu Beginn den Ton an. Beim schnellen Jenaer Umschaltspiel von Defensive auf Offensive gelangen dabei immer wieder spektakuläre Spielzüge. Zum Beispiel, als Julius Wolf den Ball mit tollem Sprung zum 12:6 durch die Reuse stopfte und auch noch das Foul zog für einen zusätzlichen Freiwurf, den er ebenfalls verwandelte. Mit einem kleinen Polster von 24:15 schlossen die Hausherren die ersten zehn Minuten ab.

Probleme für Jena bei schnellen Gegenzügen

Im zweiten Viertel wurde Königsblau stärker, machte es den Thüringern bei den schnellen Gegenzügen nicht mehr so leicht. „Die haben ganz gut getroffen“, attestierte der verletzte Loesing. Weil Jena mit dem gerade einmal 18-jährigen Vuk Radojicic, der acht Punkte am Stück erzielte, trotzdem ein Ass aus dem Ärmel schüttelte, hielt die Führung der Hausherren bis zur Pausensirene (43:37).

„Es sieht im Großen und Ganzen ganz gut aus. Wenn wir so weitermachen, sollten wir gewinnen“, meinte Loesing, der hofft, in der kommenden Woche wieder ins Training einsteigen zu können. Und die Mannschaft von Steven Clauss, der den erkrankten Menz vertritt, machte weiter, drehte den Spielstand schnell auf 51:37, so dass Schalke-Coach Alexander Osipovitch eine Auszeit nahm, um den Jenaer Lauf zu stoppen. Es folgte wenig später allerdings eine der schönsten Aktionen von Science City im dritten Viertel, als Jan Heber einem Schalker den Ball abluchste, ihn im Fallen noch irgendwie zu Justin Leon passte, der ihn anschließend rücklinks durch den Korb beförderte.

Immerhin gingen die Hausherren noch mit einer recht komfortablen 14-Punkte-Führung (66:52) in die finalen zehn Minuten. Und die retteten sie, angeführt von Kapitän Dennis Nawrocki, mit 19 Zählern treffsicherster Spieler der Begegnung, dann auch ins Ziel zum verdienten 88:77-Erfolg.

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