Science City Jena: Zugang Tyus feiert gelungenen Einstand

Jena  Beim Sieg über Tübingen fügt sich der Science-City-Zugang Marcus Tyus mit 15 Punkten vielversprechend ein.

Jenas Marcus Darnell Tyus (rechts) beim Wurf.

Jenas Marcus Darnell Tyus (rechts) beim Wurf.

Foto: CF via www.imago-images.de / imago images/Bild13

Marcus Tyus war nach der Partie gegen die Tigers Tübingen am Mittwochabend froh gelaunt. Das lag nicht zuletzt an seinem mehr als gelungenen Debüt bei Basketball-Zweitligist Science City. Mit 15 Punkten stach er als Zweitbester in den Reihen von Trainer Frank Menz hervor. „Man hofft ja immer, dass das erste Spiel für das neue Team gut läuft. Wenn es dann tatsächlich klappt, ist es umso schöner. Das ist ein richtig gutes Gefühl“, strahlte Marcus Tyus. Seine neuen Teamkollegen hätten ihn aber auch gut in Szene gesetzt, sodass er regelmäßig zum Wurf gekommen sei, führte der Shooting Guard nach dem ungefährdeten Sieg (91:71) weiter aus.


Seit Mitte Dezember ist der 26-Jährige, der aus Saint Paul im US-Bundesstaat Minnesota stammt, in Jena. Zuvor spielte er ein Jahr in der Slowakei für MBK Handlova und zwei Jahre in Schweden für Boras Basket, mit denen er in der Saison 2019/20 Meister wurde. „In Schweden hatte ich zwei richtig gute Jahre“, sagte Tyus, der seit seinem sechsten Lebensjahr Basketball spielt und gern Hiphop und R`n`B hört.


Tyus ist nicht allein in Jena, Frau und Tochter sind mitgekommen. Die Feiertage haben die genutzt, um sich ein wenig mit der Stadt vertraut zu machen. „Wir sind spazieren gewesen. Jena scheint eine schöne Stadt zu sein. Man erreicht alles sehr schnell“, sagt der US-Amerikaner.


Und sein neues Team, das hinter Rostock nun auf Tabellenplatz zwei steht? „Ich wurde sehr herzlich aufgenommen. Das passt“, sagte der quasi Neo-Wissenschaftler, der auch davon berichtet, dass er mit Julius Wolf und Kasey Hill „Call of Duty“ online spielt. „Das ist genau mein Ding“, sagt Marcus Tyus. Und sein Naturell ist, immer gewinnen zu wollen.
Coach Frank Menz lobte Tyus ersten Auftritt. „Ich freue mich für Marcus, der einen super Einstand hatte und offensiv und auch defensiv überzeugen konnte. Das hat er sehr, sehr gut gemacht, obwohl er kaum Zeit hatte, unser Spielsystem zu verinnerlichen“, sagte Menz und verwies mit Kasey Hill auf einen weiteren guten Debütanten. Auch er habe ein ansehnliches Spiel geboten.


Der 27-jährige Point Guard aus Florida spielte in der vergangenen Serie für die Eisbären Bremerhaven. Er steuerte sieben Punkte zum souveränen Erfolg über Tübingen bei.


Für Menz spielten die nackten Zahlen bei dem deutlichen Sieg eine untergeordnete Rolle. „Entscheidend war, dass sich die Spieler weiterentwickeln, um künftig mit der gleichen Energie und etwas mehr Rhythmus spielen zu können“, sagte er.


Bereits an diesem Samstag wartet die nächste Herausforderung für die Jenaer. Auch wenn mit Ehingen der Letzte zu Gast ist (19 Uhr), mahnt Menz zu voller Konzentration. „Es geht um uns. Wir müssen einfach so gut wie nur möglich spielen und uns als Team präsentieren“, sagte der Trainer.


Ach ja, über eine Sache freut sich Marcus Tyus in Jena besonders: das Wetter. „Ich empfinde die Temperaturen hier als sehr mild. Ich könnte den ganzen Tag nur im Kapuzenpulli herumlaufen. In Minnesota an der Grenze zu Kanada ist es um diese Jahreszeit viel kälter.“