Stadt Jena soll Parkverstöße in der Neugasse stärker ahnden

Frühere Demo von „Critical Mass“ durch Jena.

Frühere Demo von „Critical Mass“ durch Jena.

Foto: Thomas Beier / Archiv

Jena.  „Critical Mass“: Demo der Fahrradfahrer durch das Zentrum. Maximal Tempo 20 auf dem Grabenring wird gefordert.

Teilnehmer der Bewegung „Critical Mass“ haben jetzt die Stadt aufgefordert, das Parkverbot in der Neugasse durchzusetzen. Bei der jüngsten Tour durch die Jenaer Innenstadt überzeugten sich die etwa 30 Teilnehmer davon, ob und wie sich die Fahrradrouten im Zentrum verbessert hätten.

Gelobt worden sei, dass bereits viele Einbahnstraßen für den Radverkehr freigegeben sind. Allerdings hapere es – zum Beispiel in der Neugasse – oft daran, dass die Straßen zugeparkt sind, sodass Rad-, Kfz- und Fußverkehr in Konflikt gerieten.

„Wir fordern daher, Parkverstöße in der Neugasse stärker zu kontrollieren sowie zu prüfen, ob bauliche Änderungen wie Blumenrabatten, Bänke oder Fahrradständer am Straßenrand helfen können, die Verkehrsberuhigung in dieser Straße durchzusetzen,“ erklärt Frieda Nagler vom Organisationsteam der „Critical Mass“.

Straßen „angstfrei“ nutzen können

Darüber hinaus war auch der sogenannte „Grabenring“ Teil der Demo-Route, für den die „Critical Mass“ durchgehend maximal Tempo 20 fordert. „Damit können dann auch langsamere und unsichere Radfahrer:innen angstfrei diese Straßen nutzen, um durch oder in die Innenstadt zu gelangen,“ sagt Solveig Selzer vom Organisationsteam. Auch die Ortsteilbürgermeisterin von Jena-Zentrum, Kathleen Lützkendorf (Grüne), sprach sich für eine erweiterte Verkehrsberuhigung im Zentrum aus.

„Critical Mass“ (englisch, deutsch „kritische Masse“) ist ein Trend in vielen Städten der Welt, bei der sich Radfahrer scheinbar zufällig und unorganisiert treffen, um mit gemeinsamen Fahrten durch die Innenstädte mit ihrer bloßen Menge auf ihre Belange und Rechte gegenüber dem Autoverkehr aufmerksam zu machen.