Statt Playstation doch lieber Sportstation in der Goethe-Galerie Jena

Jena.  Der diesjährige Kindersprint in der Goethe-Galerie vereinte über 400 Grundschüler. Sie gingen auf einen computergestützten Laufparcours.

Bei der Siegerehrung des Kindersprints kamen alle Teilnehmer in den jeweiligen Klassenstufen noch einmal zu Ehren. Hier waren es die Erstklässler, die ihre Medaillen erhielten.

Bei der Siegerehrung des Kindersprints kamen alle Teilnehmer in den jeweiligen Klassenstufen noch einmal zu Ehren. Hier waren es die Erstklässler, die ihre Medaillen erhielten.

Foto: Michael Groß

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In eine Sportarena voller Begeisterung verwandelt hatte sich die Goethe Galerie am Samstag. Zwei Startbahnen waren aufgebaut, auf denen sich über 400 Kinder aus den Grundschulklassen der Saaletalschule, der Westschule, der Schillerschule und der Lobdeburgschule einen Sprintwettbewerb lieferten.

Dazu wurden sie lautstark von ihren Geschwistern, Eltern, Omas, Opas und Freunden, aber auch von zahlreichen Besuchern kräftig angefeuert. Es war der Endspurt beim großen Jenaer Kindersprint, wozu seit dem vorigen Montag die Vorläufe an den Schulen stattgefunden hatten, bei denen sich die Besten für den Wettstreit in der Goethe Galerie qualifizierten. Und damit deren Leistungen auch richtig anerkannt wurden, gab es für alle Teilnehmer eine Medaille.

Tempo und Geschick waren in Jena gefragt

Das Betätigungsfeld waren zwei Laufstrecken von achteinhalb Meter Länge. Es handelte sich jeweils um einen computergesteuerten Laufparcours, auf dem eine nach dem Zufallsprinzip gesteuerte Ampel die Laufrichtung vorgab. Der Rücklauf erfolgte dann im Slalom. Zwei Lichtschranken hatten die Zeit gemessen. Diese setzte sich aus vier Teilzeiten zusammen: Reaktion, Sprint, Richtungswechsel und Slalom. Danach werden die Läufe wiederholt. Und am Ende wurde alles haargenau ausgerechnet.

„Ich wünschte mir, dass solch eine Technik in jeder Schulsporthalle steht“, sagt Matthias Härzschel, Geschäftsführer der Contacts & Sports GmbH Leipzig, von der jene moderne Messtechnik stammt. „Hier können die Kinder direkt ihre Kräfte messen und haben die sofortige Vergleichbarkeit auf den ausgedruckten Laufzetteln der Sportstation. Sie haben damit auch gleich die Möglichkeit der schnellen Leistungsverbesserung, weil sie sehen, wo sie noch zulegen können.“

Auf diesem Wege seien auch viele Kinder besser für den Sport zu erreichen als sonst in der Schule. Denn gerade auch Kinder, die sonst bei der Mannschaftswahl oft bis zum Schluss nicht aufgerufen werden oder im Schatten großer Sportskanonen stehen, könnten so ihr Können beweisen und auch trainieren. Das sei doch ein viel schöneres Freizeitvergnügen, als immer nur an der Playstation zu sitzen, meint Firmenchef Härzschel, der übrigens auch mal Marketingleiter beim FC Carl Zeiss Jena gewesen ist.

Für Bewegung begeistern

Zustimmung erhält Härzschel von Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP), der am Samstag auch in die Goethe Galerie gekommen. Er ließ es sich nicht nehmen, den Teilnehmern zu gratulieren und ihnen die Medaillen umzuhängen. Das unter Sportlern traditionelle Abklatschen gehörte dabei natürlich mit dazu. Der OB wie auch Härzschel sind sich einig: Die Kinder heutzutage bewegen sich viel zu wenig, hocken zu oft hinter Playstation, Computer oder Fernseher. Man müsse gerade die Mädchen und Jungen in den Grundschulen dafür gewinnen, sich mehr zu bewegen. Denn das sei doch ein wichtiges Alter, um die Begeisterung für den Sport zu wecken und um vielleicht auch für so manches Kind den Weg in einen Sportverein zu erleichtern.

Den Auftakt lieferten am Samstag die 1. Klassen, es folgten die 2., 3. und 4. Klassen. Jede Klassenstufe bekam eine eigene Siegerehrung geboten. Neben den Medaillen für alle Teilnehmer gab es auch noch für besondere Leistungen Urkunden, Pokale sowie Gutscheine. Unterstützung fand der Kindersprint, der schon zum 5. Mal in der Goethe Galerie ausgetragen wurde, vom gastgebenden Einkaufszentrum, dem Hauptsponsor „asi – Anlagen, Service, Instandhaltung Jena“, der Firma Expika, dem Autohaus Reichstein & Opitz, Intersport Meier, dem Modehaus Sinn und der Stadt Jena sowie den Basketballern von Science City, die auch sehr zur Freude der Kinder, ihr Maskottchen, den Fuchs Freddy, mitgebracht hatten.

Der Rekord auf der Sprintstrecke lag übrigens bei 5,1 Sekunden, wie zu hören war. Bei den jüngsten Sprintern standen am Ende auf dem Siegerpodest Lara Michelle Mächler von der Saaletalschule und Hans Heimann von der Westschule. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten Nelli Gottschald (Saaletalschule) und Toni Roth (Schillerschule) sowie Milena Wiechmann (Westschule) und Maurice Tinsner (Schillerschule). Die Besten qualifizierten sich jeweils in den vier Altersgruppen für den Schuljahresendsprint am 11. Juli im Einkaufscenter Nova in Günthersdorf.

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