Stefan Beyer und Hardy Scheidig wollen für die FDP in den Landtag

Eisenberg  Stefan Beyer und Hardy Scheidig wollen für die FDP in den Thüringer Landtag einziehen – Sie setzen auf Bildung, Freiheit und Sachlichkeit

Stefan Beyer (rechts) und Hardy Scheidig treten als Direktkandidaten für die FDP im Saale-Holzland-Kreis (Wahlkreise 35 und 36) zur Landtagswahl an. Beyer ist Geschäftsführer der Partei im Kreisverband Jena-Saale-Holzland und sitzt im Jenaer Stadtrat. Scheidig ist stellvertretender Kreisvorsitzender und Mitglied im Kreistag des Saale-Holzland-Kreises.

Stefan Beyer (rechts) und Hardy Scheidig treten als Direktkandidaten für die FDP im Saale-Holzland-Kreis (Wahlkreise 35 und 36) zur Landtagswahl an. Beyer ist Geschäftsführer der Partei im Kreisverband Jena-Saale-Holzland und sitzt im Jenaer Stadtrat. Scheidig ist stellvertretender Kreisvorsitzender und Mitglied im Kreistag des Saale-Holzland-Kreises.

Foto: Girwert

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Das große Thema der Liberalen im Saale-Holzland-Kreis ist eine bessere Verzahnung und Zusammenarbeit mit der Stadt Jena. „Beide Körperschaften sollen voneinander profitieren“, sagt Stefan Beyer, der im Wahlkreis 35 im südlichen Saale-Holzland-Kreis als Direktkandidat der FDP antritt. Das Gewerbegebiet in Rothenstein – eine Kooperation mit der Stadt Jena, bei der Vorarbeit und Gewerbesteuern geteilt werden – sei beispielhaft und könnte in Zukunft auch andernorts angewendet werden. „Denkbar ist aus meiner Sicht auch ein gemeinsames Tourismuskonzept von Jena und dem Saale-Holzland-Kreis.“ Denkbar sei zudem auch, dass Schüler aus Jena naheliegende Schulen im Kreis besuchen – und umgekehrt.

Aus seiner Sicht ist auch der öffentliche Nahverkehr wichtig: „Gerade auf den großen Strecken zwischen Jena, Apolda und Eisenberg muss mehr passieren“, findet Beyer und hat Hardy Scheiding auf seiner Seite. Der Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik bekennt: „Ich würde gern den Bus öfter nutzen.“ In seinem Wohnort Weißenborn aber scheitert das oft an fehlendem Takt.

Scheidig kandidiert im nördlichen Saale-Holzland-Kreis (Wahlkreis 36) und findet, im Kreis fehlten noch weitere Dinge: „Jena will beim Mobilfunk 5-G-Modellregion werden, während es am Flugplatz in Schöngleina mitunter nicht einmal normalen Empfang gibt.“ Deshalb gelte es, möglichst überall im Kreis eine Art Mindestniveau beim Breitband-Ausbau zu erreichen. „Sonst können wir nicht einmal bürokratische Vorgänge vernünftig digitalisieren.“

Natürlich bewegt auch die Energiewende die Liberalen. Hier plädiert man vor allem für Technologieoffenheit. „Am Ende müssen unsere Ingenieure austüfteln, wo Elektroautos und wo Autos mit Verbrennungsmotor besser sind“, sagt Beyer. Gerade im Nahbereich und beim Nahverkehr sei Elektromobilität sinnvoll. Auf keinen Fall dürfe man sich auf eine Technologie beschränken – und auch bei den Nutzern müsse man alle Menschen im Blick haben. „Die Grünen machen Politik fürs Damenviertel in Jena. Aber in Randgebieten kommt man mit dem Lastenrad nicht überall hin.“

Bei diesem Thema sind auch die Debatte um Klimawandel und Energiewende nicht weit. Windkraft im Wald werde es mit der FDP jedenfalls nicht geben, versichert Scheidig. Der Wald selbst speichere viel Kohlenstoff, da sei Abholzen kontraproduktiv. Windkraft verteufle man nicht grundsätzlich, aber es gelte auch die Interessen zu berücksichtigen, die Anwohner auf dem Land haben. „Und solange ein vernünftiger Speicher für die Energie fehlt, müssen wir nicht weiter ausbauen. An guten Tagen liefern Solar und Wind zusammen ja schon genug fürs ganze Land“, so Scheidig. „Nie oder immer bauen sind Extreme, die wir ablehnen“, sagt er.

Zuerst müsse man nach der Wahl die Finanzausstattung der Kommunen verbessern. „Dort wird das Geld verdient – dort sind Kommunalpolitikern aber oft die Hände gebunden, auch wenn der Bürgerwille vor Ort am stärksten ist.“ Das soll vor allem durch digitale und schlankere Verwaltung ermöglicht werden, die Kosten einspart. Ebenfalls zügig angehen will man den Lehrermangel. „Vor allem Quereinsteigern müssen wir das Leben leichter machen“ so Scheidig. Ihnen sei das beitragsfreie Kita-Jahr weniger wichtig als die Qualität der Betreuung. „Wir haben kaum Rohstoffe in Deutschland. Bildung ist da besonders wichtig“, sagt Beyer.

Dringend sei auch, Firmen möglichst viel Freiheit zu geben, indem man stärker darauf achtet, Gesetze und Regulierungen zu entschlacken – da könne der Staat seinen Teil tun, um Unternehmen voranzubringen.

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