Tolle Tiere, glückliche Züchter: Kaninchenschau in Großschwabhausen

Jena  Kreisjungtierschau des Kreisverbandes Jena: 77 Aussteller waren nach Großschwabhausen gekommen.

Der Rassekaninchenzuchtverein T92 Jena war am Wochenende Gastgeber für die Kreisjungtierschau des Kreisverbandes Jena in Großschwabhausen. 77 Aussteller zeigten 379 Tiere.

Der Rassekaninchenzuchtverein T92 Jena war am Wochenende Gastgeber für die Kreisjungtierschau des Kreisverbandes Jena in Großschwabhausen. 77 Aussteller zeigten 379 Tiere.

Foto: Henning

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Tony Tobisch (33) aus Jena, der seit 1999 Rassekaninchen züchtet, wurde am Sonntag für die beste Sammlung bei der Kreisjungtierschau des Kreisverbandes Jena im Dorfgemeinschaftshaus in Großschwabhausen geehrt. Seine ausgestellten Tiere der Rasse Dalmatiner Rex, dreifarbig erhielten die meisten Punkte.

„Natürlich bin ich mit einer gewissen Erhaltungshaltung zu dieser Schau gefahren. Dass die eigenen Tier am Ende die meisten Punkte bekommen, ist auch immer etwas Glückssache. Die Preisrichter haben am Schluss immer das Sagen“, erklärte Toby Tobisch.

Der junge Mann braucht für seine 50 Tiere, die er in Burgau hält, pro Tag eine Stunde. Angefangen hatte er mit sieben Tieren. Zu den Dalmatinern Rex kam er eher zufällig. 2002 kam er in Königshofen mit einen Züchter ins Gespräch. „Einige Tage später bin ich zu ihm gefahren und hatte seine Sammlung gekauft.“ Tobisch ist trotz seiner jungen Jahre kein Unbekannter unter den Rassenkaninchenzüchter. 2018 wurde er mit seiner Kurzhaarrasse in Dänemark Europa-Champion. 2015 und 2017 wurde er Deutscher Herdbuch-Meister.

Für Aufsehen sorgte an den beiden Ausstellungstagen die neue Rasse Sallander. Sie hatte der 69 Jahre alte Peter Hoffmann aus Krölpa ausgestellt. „Mir hat die Farbe der Tiere gefallen“, sagte Hoffmann. Erst seit August 2018 züchtet er die Rasse. Zum ersten Mal Bekanntschaft machte Hoffmann mit den Sallandern, die aus den Niederlanden stammen, bei einer Ausstellung in Rochlitz.

Andrea Scholz vom gastgebenden Rassekaninchen-Zuchtverein T92 Jena sprach kurz vor dem Ende der Jungtierschau von einem erfolgreichen Wochenende. „Wir hatten 77 Aussteller. Sie haben 379 Tiere gezeigt. Im letzten Jahr hatten wir zwar 450 Tiere. Der Züchter-Rückgang ist aber nicht zu stoppen. Das bekommen wir als Veranstalter von Jahr zu Jahr stärker zu spüren. Deshalb sind unsere 379 Tiere eine ordentliche Zahl“, sagte Scholz.

Der Sonnabend war sehr gut besucht mit 185 Zahlenden. Der Sonntag konnte da nicht ganz mithalten mit 82. Der zweite Ausstellungstag war aber auch deutlich kürzer. Auf 300 Besucher kam Danielle Grübner aus Kunitz, die zusammen mit ihrer Tochter Sophia (14) am Einlass saß und die Eintrittskarten und Programmhefte verkaufte. Kinder hatten an allen Tagen freien Eintritt. Für Sophia Grübner, die im kommenden Monat mit Beginn des neuen Schuljahres in die Trießnitz-Schule wechselt, war es die erste Schau als aktive Züchterin. „Ich habe zwar diesmal noch keine eigenen Tiere ausgestellt. Seit Januar züchte ich Hermelin Blau.“

Großartig überreden musste Mutter Danielle ihre Tochter nicht. „Sie hatte mich zuletzt immer begleitet bei Ausstellungen. Irgendwann kam sie auf mich zu und fragte mich, ob sie auch Züchterin werden kann. Da habe ich nicht lange überlegt“, sagte die 35-Jährige.

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