Vergabe-Entscheidung für Fußball-Arena steht in Jena an

Jena.  Die Bürgerinitiative Unser Stadion lädt Stadträte ins Ernst-Abbe-Sportfeld ein, um die Sinne für Entscheidung zu schärfen: Bewusst sitzen die Politiker nicht auf den besten Plätzen.

Blick ins Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena.

Blick ins Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena.

Foto: Tino Zippel / OTZ

Im Dezember entscheidet der Jenaer Stadtrat, welcher Investor den Zuschlag für das Stadionprojekt erhält. Ziel ist, das Ernst-Abbe-Sportfeld in eine reine Fußballarena umzubauen. Allerdings werden die Diskussion und die Entscheidung in nicht-öffentlicher Sitzung stattfinden.

Insgesamt beträgt das Investitionsvolumen gut 50 Millionen Euro, von denen aber den größten Anteil ein privater Investor tragen soll. Er refinanziert den Bau über jährliche Zuschüsse, die die Stadt Jena an die Betreibergesellschaft zahlt. In einem monatelangen Verfahren hat die Stadtverwaltung hinter verschlossenen Türen mit den Bewerbern verhandelt und zahlreiche Details des Projektes besprochen. Bekannt ist nur, dass der Belgier Roland Duchatelet, Anteilseigner des FC Carl Zeiss Jena, in einem Konsortium mit einem Jenaer Geschäftsmann und einem hiesigen Bauunternehmen zu den Bewerbern zählt. Nun steht die finale Vergabeentscheidung an.

Die Mitglieder der Bürgerinitiative Unser Stadion wollen nochmals die Sinne der Stadträte schärfen und haben sie deshalb zum Spiel heute Abend eingeladen: Der FC Carl Zeiss Jena empfängt den Halleschen FC ab 19 Uhr zum Saale-Duell. Bewusst hat die Bürgerinitiative keine Plätze auf der Haupttribüne gebucht, sondern will anhand der Sitzplätze auf der Gegengerade einen Einblick in die Zustände verschaffen. Im Stadion ist nur die Tribüne überdacht. Ein Block darf bereits seit 2011 wegen Einsturzgefahr nicht mehr betreten werden.

Trotz der mangelhaften Infrastruktur rechnet der FC Carl Zeiss heute Abend mit 8000 Besuchern. Der Verein empfiehlt, rechtzeitig zum Stadion anzureisen und den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Auswärtige Zuschauer sollten – wenn möglich – mit dem Zug anreisen. Aufgrund der Langen Nacht der Wissenschaften stehen weniger Parkplätze im Stadtgebiet zur Verfügung. Die Stadiontore sind bereits ab 17 Uhr geöffnet.

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