Walpersberg-Gedenkveranstaltung im Leubengrund abgesagt

Eisenberg/Kahla.  Digitales Erinnern mit dem Geschichts- und Forschungsverein und dem Förderverein Mahn- und Gedenkstätte Walpersberg.

Zwangsarbeit musste am Walpersberg bei Kahla geleistet werden.

Zwangsarbeit musste am Walpersberg bei Kahla geleistet werden.

Foto: Stadtarchiv Kahla

Auch in diesem Jahr kann es keine größere Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Zwangsarbeiter der ehemaligen Reimahg-Rüstungswerke und die Opfer des NS-Regimes im Leubengrund geben. Der Saale-Holzland-Kreis hat die Veranstaltung abgesagt. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Eine große Gedenkveranstaltung ist in diesen Zeiten und mit Hinblick auf den Schutz der Teilnehmer vor einer Infektion nicht zu rechtfertigen“, erklärt Landrat Andreas Heller (CDU).

Dennoch werde an die Opfer des NS-Rüstungswerks erinnert, indem wie im Vorjahr Kränze an den Orten des Gedenkens niedergelegt werden, „um das Andenken der ums Leben gekommenen Männer und Frauen zu bewahren“, sagt Heller.

Erstmals wollen der Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg und der Förderverein Mahn- und Gedenkstätte Walpersberg gemeinsam eine digitale Erinnerungsveranstaltung organisieren. In Form von Videobotschaften sollen Angehörige und Zeitzeugen die Möglichkeit bekommen, sich zu Wort zu melden. Der Kreis unterstützt das Engagement der Vereine und die digitale Umsetzung des Gedenkens.

Am Dienstag, 13. April, sollen die Videobotschaften zum 76. Jahrestag der Befreiung des Reimahg-Lagers online gehen.