Warnstreik an Uniklinikum Jena und weiteren Einrichtungen

dpa

Jena.  Im Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes haben Beschäftigte an der Uniklinik Jena erneut die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Verdi will mit dem Warnstreik den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Kurz vor der entscheidenden Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes haben Beschäftigte des Uniklinikums Jena und weiterer Landeseinrichtungen die Arbeit niedergelegt. An einem Warnstreik am Donnerstag beteiligten sich etwa 150 Menschen, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi sagte. Die Kundgebung war auf dem zentralen Eichplatz.

Gerade am Universitätsklinikum habe man viele Streikwillige zum Dienst schicken müssen, um die Patientinnen und Patienten zu versorgen, sagte der Sprecher. Die Behandlung von Notfällen und die Versorgung auf den Corona-Stationen seien sichergestellt, hatte es vorab von der Gewerkschaft geheißen. Auch Mitarbeiter der Thüringer Ministerien, mehrerer Landesämter und des Landtags waren zum Warnstreik aufgerufen.

Außerdem forderte die Bildungsgewerkschaft GEW Tarifbeschäftigte der Jenaer Hochschulen sowie der staatlichen Schulen auf, die Arbeit niederzulegen. Sie sollten im Lauf des Vormittags zu den Streikenden am Eichplatz hinzustoßen.

100 Euro für Praktikanten

Am 27. und 28. November steht in Potsdam die entscheidende Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) an. Die Gewerkschaften fordern fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von einem Jahr. Für Praktikanten solle es 100 Euro mehr geben. An den Hochschulen forderte die GEW auch einen Tarifvertrag für studentische Mitarbeiter und wirksame Maßnahmen, um befristete Beschäftigung einzudämmen. Die TdL wies die Forderungen bisher als unrealistisch zurück und legte noch kein Angebot vor.

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