Warnung vor neuer Masche an Fahrradständern in Jena

Jena.  Der Bügel ist oftmals leichter zu knacken als das Fahrrad-Schloss. So hat es die Jenaer Vorsitzende des Fahrradclubs ADFC in Lobeda erlebt.

Die Täter hatten keine Mühe, das dünne Metall des Fahrradständers zu durchtrennen. 

Die Täter hatten keine Mühe, das dünne Metall des Fahrradständers zu durchtrennen. 

Foto: Barbara Albrethsen-Keck

Es gibt offenbar eine neue Masche beim Fahrradklau in Jena. Nicht das Schloss wird geknackt, sondern der Fahrradbügel. Die Redaktion sprach mit Barbara Albrethsen-Keck vom Fahrradclub ADFC, die in Lobeda-Ost mit ihrem Elektro-Fahrrad genau dies erlebte.

Frau Barbara Albrethsen-Keck, was ist passiert?

Mir ist am Sonntag zur Mittagszeit von einem Fahrradständer unweit vom Salvador-Allende-Platz mein Pedelec gestohlen worden. Es war mit einem massiven Schloss an einem Fahrradständerbügel angeschlossen. Die Täter haben den Fahrradbügel durchtrennt und das Rad mitsamt des Schlosses mitgenommen. Bisher habe ich immer gedacht, die beste Versicherung sei es, das Rad mit einem guten Schloss irgendwo anzuschließen.

Glauben Sie, diese Masche kommt in Jena öfters vor?

Da das Rad nur zwischen 11.15 und 12.30 Uhr unbeaufsichtigt blieb, war das bestimmt kein Gelegenheitsdieb. Ein Pedelec lässt sich aufgrund des Gewichtes auch nicht weit tragen. Das geht eigentlich nur mit einem Fahrzeug. Künftig werde ich nach massiven Anlehnbügeln Ausschau halten, wenn ich mein Rad abstelle, aber die gibt es nicht überall.

Bekommen Sie Ersatz für Ihr Rad?

Ein erster Anruf bei meiner Versicherung machte wir da wenig Hoffnung. Ich werde wohl die nächste Zeit mit meinem alten Fahrrad unterwegs sein. Ohne Motor.