Wenige Einwände gegen Böttcher

Zöllnitz  Gemeinderat Zöllnitz berät am Donnerstag

Der Widerstand gegen das neue Logistikzentrum der Jenaer Büromarkt Böttcher AG ist in Zöllnitz abgeflaut. Während der ersten Auslegung des Entwurfs zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan gingen sieben Einwände von Bürgern ein. „Das ist gemessen am Verhältnis der Gesamtbevölkerung in Zöllnitz ein geringer Anteil“, sagt Timmy Kobs vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Südliches Saaletal, zu der Zöllnitz gehört. „Es gab keinen großen Aufschrei wie zu Beginn.“

Vor einem Jahr sorgten die Ansiedlungspläne noch für Unruhe. Vor einer Einwohnerversammlung kursierte ein Flyer im Ort, der vor einer „Monsterhalle“ warnte. Seitdem erklärte das Böttcher beauftragte Planungsbüro die Details.

Zur Sitzung am Donnerstag, 12. September, 19 Uhr, im Versammlungsraum Zöllnitz entscheidet der Gemeinderat nun über den Abwägungsbeschluss, bei dem die Einsprüche der Öffentlichkeit und Behörden behandelt werden. Kleinere Änderungen, die vorgenommen werden müssen – beispielsweise zur erweiterten Heckenbepflanzung – werden die Genehmigungsfähigkeit des Bebauungsplans aber nicht gefährden, sagt Kobs. Die Suche nach Ausgleichsflächen in Zöllnitz brachten keinen Erfolg. So freut sich der Förderverein Schloss Hummelshain: Die Baracken des früheren Jugendwerkhofes werden verschwinden.

Der Bauantrag werde nach der zweiten Auslegung eingereicht, sodass die Zeitschiene der Böttcher AG bleibt: Fertigstellung 2022.

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